Lehr in Bestform

In Lehr steppte am Wochenende der Bär, das heißt: Bären waren nicht dabei. Aber Löwen, Affen, Giraffen, Vögel, Zebras und einige Tiere mehr, die im Weihnachtsmusical "Immanuel, Immanuel" zusammenkommen, um das verheißungsvolle Neugeborene Immanuel ausfindig zu machen. Gespielt worden ist das Stück an zwei Nachmittagen in der vollen Schönenberghalle von den "Lehrer Lerchen" und den Grundschulkindern - eine riesige, starke Truppe, die zeigt, was in Lehr gemeinsam so geht. Angeführt vom Warzenschwein Ngiri mit Rhythmus pur im Blut zogen die Kinder eine mitreißende Show ab, die ebenso anrührende wie komische Momente hatte. Das Beste dabei aber war, dass alle geradeheraus frei vom Herzen weg sangen. Verstocktheit im kühlen Ulmer Norden? Fehlanzeige. Dafür Lehrer Lerchen mit kählen Kehlen. Das Publikum? Restlos begeistert. Regisseurin Rosangela Santos? Ganz hin und weg und mit Lust auf eine mögliche Fortsetzung im kommenden Jahr.

Der lange Kalender

Es gibt ihn natürlich auch 2016 wieder, den Schwäbischen Kalender mit "Schprich", also Sprüchen, zusammengetragen und -gelesen von Siegfried Ruoß. Kostproben: Schimpfwörter gibt es im Februar ("Lällabäbbel: Trinkgeldschwätzer" ), Französisches im Juli ("Deez: la téte, Kopf"), Wissenswertes über die Sau im Oktober (Buale, der ka saua!"). Illustriert worden sind die Kalenderblätter wieder von Alexander Linke, dem Zeichner vom Äffle und vom Pferdle. Und was ist das Lieblingsblatt von Herausgeber Rolf Bohnaker, der den Schwäbischen Kalender in seiner Papeterie in der Herrenkellerpassage für 15,20 Euro verkauft? Der September: "Schwäbischer got's nemme" mit einer Hausfrau, die auf einen Laib Brot einmeißelt: "albacha: altes Brot."

60 Jahre in der SPD

Lang, lang ist's her: Als der Neu-Ulmer Albert Jasche vor 60 Jahren in die SPD eintrat, war Konrad Adenauer Bundeskanzler und Franz Josef Strauß Minister für Atomfragen und besondere Aufgaben. Und in Bayern regierte - und jetzt wird es spannend - Wilhelm Hoegner. Und der war ein SPD-Mann und Chef einer Viererkoalition im Maximilianeum. Die CSU saß auf den Oppositionsbänken. Aber nur bis 1957. Da wurde der CSU-Mann Hanns Seidel sein Nachfolger. Albert Jaschke wurde jetzt bei der Weihnachts- und Jubilarfeier von Erich Krnavek, dem Neu-Ulmer Ober-Genossen, dafür geehrt, dass er der Partei seit sechs Jahrzehnten die Treue hielt und noch hält.

Advents-Los-Gewinner

Hinter dem 15. Türchen des Aktion100 000-Advents-Los-Kalenders verbergen sich zwei Eintrittskarten für "Rocky - das Musical" in Stuttgart. Der Gewinn geht an den Besitzer/die Besitzerin des Kalenders mit der Nummer 4875. Die Karten können im Medienhaus gegen Vorlage des Original-Kalenders abgeholt werden. Herzlichen Glückwunsch!

Heute vor einem Jahr . . .

. . . berichteten wir darüber, dass der von den Ulmer Gastronomen Michael Freudenberg und Oliver Loser veranstaltete Winterzauber auf dem Ikea-Parkplatz gut angenommen wurde. In diesem Jahr durften die Veranstalter weder auf den Ikea-Parkplatz noch - wie beabsichtigt - in die Friedrichsau. Fazit: In diesen Jahr gibt's im Winter keinen Zauber. Aber es gibt ja keinen Winter - noch nicht.

ZITAT DES TAGES

Es ist wie mit dem

Ehering: Ihre Frau würde

doch auch nie verraten,

was er gekostet hat

Markus Leyck Dieken

Der Chef von Teva Deutschland und damit auch von Ratiopharm auf die Frage, warum die Höhe der Sponsorenleistung für den Ulmer Basketball Geheimsache bleibt.