Umsonst pflücken

Alles umsonst! Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr bietet die Stadt ihren Bürgern wieder an, "auf städtischen Streuobstwiesen kostenfrei Obst zu ernten", heißt es in einer Mitteilung. Die Ernte beispielsweise von Boskoop und Berlepsch, von Gravensteiner und James Grieve ist erlaubt auf Flächen, die aktuell nicht verpachtet sind und somit auch nicht beerntet werden. Mit diesem Angebot soll vermieden werden, dass das Obst verfault. Über die Internetadresse swp.de/streuobst kommt man auf die Stadtkarte mit den entsprechenden Streuobstwiesen - hellorange umrandet. Und man erfährt die Verhaltensregeln: Nicht mit dem Auto auf die Wiese fahren, die kostenlosen Früchte nur in haushaltsüblichen Mengen wegschleppen und wer vom Baum fällt, tut dies auf eigene Gefahr. Und: "Die Stadt Ulm übernimmt keine Garantie für das Vorhandensein von Obst." In dem Fall kann es sich um einen Jungbaum handeln, der noch nicht trägt. Oder andere Ernter waren schneller.

Fair handeln

Was das große Ulm kann, das kann das kleine Neu-Ulm natürlich schon lange. Oder zumindest genau so gut. Weshalb es jetzt auch Fair-Trade-Stadt werden will, grad so, wie Ulm es seit März 2014 schon ist. Dafür werben anlässlich der Fairen Woche die Ortsverbände Neu-Ulm und Pfuhl/Burlafingen/Steinheim, die damit die Stadtratsfraktion der CSU unterstützen. In der Fairen Woche, die sich sinnigerweise über zwei Wochen noch bis zum 25. September erstreckt, dreht sich bundesweit alles um den fairen Handel und darum, die Idee weiterzuverbreiten. Die Neu-Ulmer Bundestagsabgeordnete Katrin Albsteiger schreibt deshalb in einer Mitteilung: "Die Junge Union fordert anlässlich der laufenden ,Fairen Woche' Handel und Gastronomie in Neu-Ulm dazu auf, faire Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen und sich bei der Jungen Union unter info@ju-nu.de zu melden." Voraussetzungen für die Fair-Trade-Stadt sind außerdem unter anderem die Nutzung von fairen Produkten durch öffentliche Einrichtungen, Institutionen und Kirchen. "Wenn wir ausreichend Mitmacher finden, steht der Fair-Trade-Stadt Neu-Ulm praktisch nichts mehr im Wege."

Regional essen

"Wir engagieren uns seit Jahren für regionale Produkte und gesunde Ernährung, und machen das viel besser als der Street Food Markt", sagt Birgit Schäfer-Oelmayer, die Vorsitzende des Vereins "Ulm isst gut" voller Überzeugung. Kam da am Samstag etwa Futterneid auf, als "Ulm isst gut" auf dem Hof beim Haus der Begegnung die überaus zahlreichen Gäste verköstigte, während auf dem Ulmer Volksfestplatz zu Food-Trucks umgebaute Busse und Lastwagen ihre internationalen Speisen feilboten? Mitnichten. Schließlich kann kein tagelang gegartes Steak mithalten mit frisch gekochten Alblinsen. Weiter brachten zum "Ulm isst gut"-Markt mehr als 20 Aussteller Kostproben ihrer Produkte mit. Sie informierten über die Vorteile von regional erzeugten Lebensmitteln und vegetarischer Ernährung oder zeigten noch eher unbekannte Genüsse: Da waren etwa der koffeinfreie Kaffee aus Lupinensamen, Brotaufstrich aus Roter Beete, vegane Maultaschen oder Fruchtgelees auf der Basis von Früchten und Algen. Aber es gab auch zartes Kalbfleisch. Und ein ebenso zartes quicklebendiges Kalb warb für die "Faire Milch" aus Unterweiler, die seine Mutter täglich gibt.

Heute vor einem Jahr. . .

. . . haben wir über eine Schlägerei und einen Überfall spät in der Nacht am Münster berichtet. Nach der Kulturnacht waren in der Nacht zum Sonntag zwei Männer mit drei anderen Männern in Streit geraten. In der Hirschstraße Höhe Pfauengasse kam es zur Schlägerei, einer aus dem Trio schlug mit einer Glasflasche zu, zwei Männer erlitten Platzwunden. Unabhängig davon wurde kurz darauf ein 26-Jähriger auf dem Münsterplatz überfallen. Er saß auf einer Bank, als ein Mann ihn von hinten angriff und festhielt. Ein anderer Mann nahm ihm derweil Handy und Bargeld ab. ZITAT DES TAGES

Das Haus eines Moslems brennt genauso wie das

eines Christen

Ivo Gönner

Der Oberbürgermeister bei der Vorstellung des Mitmachtags am kommenden Samstag von Hilfs- und Rettungsdiensten auf der einen und Migrationsorganisationen auf der anderen Seite.