Köpfe, Klatsch, Kurioses

LMS, JR 15.05.2015

Präsente für Wetzig

Klare Sache, dass Alexander Wetzig bei seinem Abschied als Baubürgermeister am Mittwoch viele Geschenke bekommen hat - mit Anspielungen an ganz große Köpfe. So gab es vom Gemeinderat eine Karikatur von Ulf Harr, die an das berühmte Tischbein-Gemälde angelehnt ist, das Johann Wolfgang Goethe dahingefläzt in der römischen Campagna zeigt. Wetzig schaut von seinem Kuhberg samt der Hochschule für Gestaltung auf die Stadt hinunter. Gerhard Bühler überreichte im Namen der Stadträte außerdem einen Gutschein für eine Festspielreise. Für die Architektenkammer übergab Jens Rannow einen Bausatz für ein traditionelles französisches Laguiole-Taschenmesser. Rudolf Stadler aus Einsingen hatte stellvertretend für die Ortsvorsteher eine Kiste mit Zigarren der edlen alten Marke Romeo y Julieta aus Kuba für Wetzig dabei. Und von OB Ivo Gönner namens der Stadt bekam der scheidende Bürgermeister ein digitales Bilderbuch mit Ulmer Zeitreise ("auch wir zwei sind zusammen zu sehen"), einen Rucksack mit sachdienlichen Hinweisen für ehrenamtliches Engagement, die Zusage für die Aufstellung eines Trinkwasserbrunnens zu seinen Ehren (aber ohne Inschrift) hinter dem Rathaus sowie die Entlassungsurkunde.

Für BUND unterwegs

"Ich möchte die Position des BUND in die Landespolitik einbringen." Das sagt Almut Sattelberger, seit 1999 hauptamtlich beim BUND Ulm im Umweltzentrum in der Pfauengasse beschäftigt, und seit kurzem auch im BUND-Landesverband in Stuttgart als Naturschutzreferentin engagiert. Die 48-Jährige ist landesweit für die Themen Streuobstbau und den BUND-Schwerpunkt "Schmetterlingsland Baden-Württemberg" zuständig. Aber nur zehn Wochenstunden lang. Denn die studierte Diplom-Ingenieurin (FH) der Landespflege bleibt Ulm nach wie vor erhalten - für 20 Wochenstunden - als Leiterin des Ulmer Projektes "Lernen durch praktisches Arbeiten in der Natur", also Baumpflanzungen mit Klassen oder Unterricht am Bach und im Wald.

Rote Genossen in Ulm

Zum 70-jährigen Jahrestag des Kriegsendes gedachten in Ulm ein Dutzend Kommunisten der Opfer und besonders der Befreier des Krieges. Bei einer Gedenkveranstaltung griff der regionale Parteivorstand der DKP, Henry Haustein, tief in die Taschen antikapitalistischer Rhetorik: Deutsche Außenpolitik stände für Krieg im Nahen Osten, das Land sei dem deutschen Monopolkapital unterworfen und generell nur Spielball des US-Imperialismus. "Wir brauchen Frieden, aber keine Nato", war auch der Tenor von Alois Thoma's Zeitzeugenbericht - das alles in Anwesenheit von Manfred Eger und zu Liedern des Chors der Roten Armee, die aus dem Ghettoblaster schallten. Heute vor einem Jahr . . .

. . . berichteten wir über die Einführung einer neuen Gebührenstruktur im Tiergarten und im Aquarium.

ZITAT DES TAGES

Alles hat seine Zeit, auch das Abbrechen und Bauen

Pfarrer Robert Pitschak

Mit diesen Worten gab der evangelische Pfarrer in Pfuhl seine Freude zum Ausdruck, dass das neue Gemeindezentrum bald gebaut wird.

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