KÖPFE KLATSCH KURIOSES vom 30. März 2013

JR, HUT 30.03.2013

Konrád 80

Der ungarische Literat und Intellektuelle György Konrád wird am Dienstag 80 Jahre alt. Zu keinem anderen Schriftsteller aus Osteuropa pflegt Ulm engere Kontakte, die der Donaubeauftragte Peter Langer geknüpft hat. Oberbürgermeister Ivo Gönner hat daher - auch als Präsident des Rats der Donaustädte und -regionen - Konrád zum Geburtstag geschrieben. Der OB würdigt den in Budapest lebenden vormaligen Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, der Jude ist, als Wegbereiter der EU-Strategie für den Donauraum. Unvergessen sei Konráds Eröffnungsrede zum ersten internationalen Donaufest Ulm/Neu-Ulm am 3. Juli 1998. "Seht mich an, sagt die Donau, groß bin ich, schön und weise, niemanden in Europa gibt es, der mir das Wasser reichen könnte. Lasst euch nieder zu beiden Seiten meines Ufers. Ich will eure Hauptstraße sein." Für Gönner klangen diese Sätze nicht nur wunderbar. "Sie waren auch die programmatische Vorwegnahme der Botschaft der Donaustrategie."

Keppler 80

So alt wie Konrad wird schon heute Stadtrat Siegfried Keppler. Auch der Senior des Ulmer Gemeinderats ist Botschafter der deutsch-ungarischen Freundschaft - freilich in umgekehrter Richtung, von West nach Ost, insbesondere zwischen Ulm und Hódmezovásárhely. Zwischen einer Schule dieser ungarischen Stadt und St. Hildegard besteht eine Partnerschaft, die Keppler, ehedem St.-Hildegard-Fördervereins-Vorsitzender, initiiert hat. Im ungarischen Generalkonsulat in München erhielt er dafür gestern ein vorweg genommenes Geburtstagsgeschenk: den Verdienstorden von Ungarn, Offizierskreuz Zivilabteilung, den ihm Präsident János Áder verliehen hat. Überreicht wurde er im Beisein des Generalkonsuls Tamás Mydlo durch János Lázár, seines Zeichens Staatssekretär und Kepplers Freund.

Czisch 50

Geradezu ein Jungspund ist gegen diese beiden der Ulmer Kämmerer und Erste Bürgermeister Gunter Czisch: Er bringt es am Montag auf 50 Lebensjahre. Der aus Dietenheim stammende Finanz- und IT-Experte gehört seit zwölf Jahren der Ulmer Stadtspitze an. Czisch, der am Montag mit Freunden in den Räumen der Museumsgesellschaft feiert, wird seit langem als Ivo Gönners Kronprinz gehandelt. Wobei, so viel scheint sicher, Czisch nie gegen Gönner um den OB-Sessel antreten würde, weshalb die Devise lautet: Abwarten und Tee trinken oder: Schau mer mal, ob Gönner 2015 nochmals für eine halbe Amtszeit antritt. Am Dienstag gibt Sozialdemokrat Gönner dem von ihm geschätzten Christdemokraten Czisch erst mal die Ehre: Empfang zum Fünfzigsten mit einem Tag Verspätung.

Heute vor einem Jahr. . .

. . . haben wir über den Einzug des Frühlings auf den Ulmer Grünflächen berichtet. Und es wurde damit nicht nur überall grün, sondern auch rot und gelb und weiß und violett und blau. Schließlich hatten die Stadtgärtner und engagierte Bürger dafür 22 000 Wildnarzissen frisch gepflanzt und außerdem 7000 Wildtulpen und 10 000 Stiefmütterchen und 1550 Vergissmeinnicht und 650 Gänseblümchen - alle Blumen, die sowieso aus den Vorjahren im Boden waren, noch gar nicht mitgezählt. ZITAT DES TAGES

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Ivo Gönner

Der OB über den Schriftsteller und Ulm-Freund György Konrád