KÖPFE KLATSCH KURIOSES vom 26. Oktober 2013

IHK-Präsident Peter Kulitz (links) und Wirtschaftsminister Nils Schmid trafen im indischen Bangalore Ruth Manorama, die Trägerin des Alternativen Nobelpreises. Kulitz überreichte ihr einen "Ulmer Gulden". Foto: Wirtschaftsministerium
IHK-Präsident Peter Kulitz (links) und Wirtschaftsminister Nils Schmid trafen im indischen Bangalore Ruth Manorama, die Trägerin des Alternativen Nobelpreises. Kulitz überreichte ihr einen "Ulmer Gulden". Foto: Wirtschaftsministerium
CIK, JR 26.10.2013

Ulmer Gulden in Indien

Der Ulmer IHK-Präsident Peter Kulitz begleitet in seiner Eigenschaft als Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) derzeit den Wirtschaftsminister des Landes, Nils Schmid, auf einer Delegationsreise nach Indien. Bei einem Abendempfang in Bangalore, zu dem der BWIHK gemeinsam mit dem deutschen Generalkonsulat eingeladen hatte, trafen Kulitz und Schmid auch die Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises, Ruth Manorama. "Sie beschrieb uns in eindrucksvoller Weise ihren Kampf für die Rechte der ,Unberührbaren Frauen in Indien", berichtet Kulitz. Manorama hat sich die Gleichberechtigung der Dalit-Frauen zur Lebensaufgabe gemacht. Sie selbst gehört dieser Kaste der Unberührbaren an. "Eine Demokratie ohne Frauen ist keine Demokratie", sagte sie an jenem Abend. Kulitz überreichte ihr einen "Ulmer Gulden" und erzählte ihr dessen Geschichte: Die Ulmer Bürgerschaft erkaufte sich 1704 regelrecht ihre Freiheit von den französischen Besatzern, indem sie ihr Tafelsilber und den Familienschmuck einschmolz und daraus "Ulmer Gulden" kreierte. "Diese Geschichte bürgerschaftlichen Mutes aus Ulm erzählte ich Ruth Manorama als Ermutigung für ihren unermüdlichen Kampf." Zudem erhielt sie Einladungen: von Nils Schmid nach Baden-Württemberg, von Kulitz nach Ulm.

Vielsprachig im Museum

Mehr als 130 Interessierte kamen zum 4. Internationalen Tag ins Ulmer Museum. Im Rahmen der Tage der Begegnung hatten das Museum und das Forum Migration eingeladen, die Highlights des Museums kennen zu lernen. In sieben Sprachen erhielten die Besucherinnen und Besucher anhand ausgewählter Werke einen Überblick über die Werke, teilt Christine Grunert von der "Kontaktstelle Internationale Stadt" mit. Zu den Führungen in Deutsch, Englisch, Russisch, Türkisch, Portugiesisch, Farsi/Persisch und Chinesisch wurde spontan noch eine Führung auf Kurdisch für eine irakische Besuchergruppe aus der Flüchtlingsunterkunft organisiert, die sich sehr für Kunst und Kultur interessierte. Geleitet wurden die Führungen von Ulmerinnen mit internationalen Wurzeln. Auch zahlreiche Deutsche nutzten das Angebot, um ihre Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen. Die Teilnehmer waren beeindruckt von der Bandbreite der Ausstellungsstücke. "Einige Fragezeichen zeigten sich allerdings in den Gesichtern bei den HfG-Stapeltassen, die von einigen Besuchern eher im eigenen Küchenschrank als im Museum vermutet wurden", sagt Grunert.

Dank an mutigen Helfer

Dass eine jugendliche Diebin erwischt wurde und eine ältere Ulmerin ihre Handtasche wiederbekam, die ihr das Mädchen entrissen hatte, ist einem jungen Mann zu verdanken. "Durch seine selbstlose Hilfe habe ich meine Ausweise, Geld, Handy und Handtasche wieder", schreibt die Frau in einem Brief an die SÜDWEST PRESSE. Sie möchte sich auf diese Weise bei dem Helfer bedanken. Die 83-Jährige war am Ausgang des Söflinger Friedhofs von zwei Mädchen angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt worden. "Doch bevor ich antworten konnte, rissen sie mir meine Handtasche von der Schulter und rannten davon", erinnert sich die Frau. Sie rief einem Mann, der einen Kinderwagen schob, zu, dass die Mädchen ihre Tasche gestohlen hätten. "Er stellte sofort den Kinderwagen ab und rannte ihnen nach." Es gelang ihm, eine der beiden 17-Jährigen einzuholen und festzuhalten, bis die Polizei kam (wir berichteten). Das Mädchen legte laut Polizei ein Geständnis ab. Sie hatte unterwegs die Tasche weggeworfen. Auch die Mittäterin wurde ermittelt.

Jazz im Weinstadl

Es lässt sich kaum ein gemütlicherer Frühschoppen vorstellen als der im Söflinger Weinstadl von Dietmar Fuchs. Dort sitzt man nämlich in urgemütlicher Atmosphäre zum Teil in riesigen Weinfässern herum. Wenn dann noch die United Swing Band dazu spielt, ist die Stimmung perfekt. Genau so ist es am morgigen Sonntag. Los geht es in der Schlößlesgasse 7 um 11 Uhr, bereits von 10.30 Uhr an ist Einlass. Eintritt: 10 Euro. Und das Ganze findet auch noch zugunsten der Aktion 100 000 und Ulmer helft statt.

Heute vor einem Jahr. . .

. . . berichteten wir über Einschränkungen im Verkehrsfluss in der Neuen Straße wegen des Sparkassen-Neubaus. Die südliche Fahrspur fällt wegen der Bauarbeiten weg.ZITAT DES TAGES

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