Klingender Dank der Musikschullehrer

CHRISTA KANAND 07.04.2014

Einmal im Jahr stehen beim Stiftungskonzert der Neu-Ulmer Musikschule nicht Musikschüler im Scheinwerfer, sondern ihre Dozenten mit ihrem klingenden Dank für die Unterstützung der Dr.-Joachim-Keller-Stiftung. Diesmal glänzten im gut besuchten gleichnamigen Saal knapp zwei Dutzend Mitwirkende: Sie boten gut zwei Stunden professionelle Gesangs- und Instrumentalkunst, durchweg eindrucks- und anspruchsvoll - und reichlich beklatscht.

Der Reigen eröffnete Peter Triebel am Flügel mit Silotis romantisierender Version von Bachs h-Moll-Präludium. Elisabeth Herfurths Moderation gab den Stücken vom Barock bis zur Gegenwart werkkundigen Hintergrund.

Saitenzauber im tänzerischen Dialog boten Laurenz Antalffy am Cembalo und Schulleiter Matthias Haacke auf der Gitarre etwa in Louis Couperins höfischen Kleinoden, ebenso später Stefan Schmitz, der sich tief empfunden in ausgefeilter Griff- und Schlagtechnik dem Kubaner Leo Brouwer widmete, oder Lisa Duhm, die Domeniconis zeitgenössische Gitarren-Toccata "in Blue" in jazzig flirrendes Licht tauchte.

Dazwischen nahm Wolfgang Frisch mit schön nuanciertem Bariton in Schubert-Lieder-Interpretationen für sich ein. Astrid Penkert am Flügel begleitete ihn ebenso stilsicher wie Yushin Terasawa, der dem Gesangspart ("Gute Nacht") aparte Flöten-Versionen gegenüber stellte.

Mit Spanien-Flair und Charme trumpfte das Saxophon-Quartett um Stefanie Holzenkamp mitreißend auf. Seelenbalsam und feine Klarinetten-Tonkultur bei Barbara Noller-Christ. In Pop-Gefilden begeisterte schließlich Jens Blockwitz mit Band als pfiffiger Singer-Songwriter-Pianist ebenso wie das Duo "deepnhigh" mit Thomas Dirr am funkigen E-Bass und Claudia Kocian, einer Wirtschaftsinformatik-Professorin mit starker Röhre, Feeling und Soul. Viel Applaus für alle Beteiligten.