Zum Jahreskonzert lud die Feuerwehrkapelle Pfuhl in die dortige Seehalle. Vor gut besetzten Reihen zeigten die Orchester des Vereins wieder die ganze Bandbreite ihres Könnens. Das Nachwuchsorchester begann mit der kraftvollen „Fanfare Prelude“ von Ivo Kouvenhoven. Unter der sicheren Leitung von Winfried Eckle spielten die jungen Musikerinnen und Musiker trotz mancher Unsicherheiten das Stück mit ebenso frischem Mut wie auch die Titelmusik zu „Iron Man 3“, ein Medley aus „The Lion King“ mit der Musik von Elton John und den Song „All About That Bass“. Zu Rod Stewarts Hit „Sailing“ kamen noch die neun Spieler der Anfängergruppe „MiniWind“ hinzu, die sich mühelos in das Orchester einfügten und mit der Cup-Version des alten Country-Songs „When I’m Gone“ als Zugabe mit ihren leuchtenden Bechern für einen Höhepunkt sorgten.

Mit der „Festive Overture“ von Dmitri Schostakowitsch startete die Feuerwehrkapelle mit sattem Sound und schön ausgespielten Soli ihren Konzertteil. Eine Hommage an das Taucherparadies „Blue Hole“ vor Belize von Thomas Asanger erklang ebenso wie der letzte Satz aus der „Lord of the Rings“-Symphony von Johan de Meij, und mit „Goddess of Fire“ eine fulminante Hymne an die hawaiianische Göttin Pele, die in der Komposition von Steven Reineke nicht nur den sechs Schlagzeugern ein stupendes Können abverlangte.

Im Big-Band-Outfit kamen die Musiker mitsamt ihrem tollen Dirigenten Rainer Trometer nach der Pause zum Showteil wieder. Vier Sinatra-Titel, ein Song aus Cole Porters „Kiss Me, Kate“ und ein sechsteiliges Medley mit Liedern von Udo Jürgens wurden vom Orchester unter großem Beifall vorgetragen. Saftige Trompetensoli und leidenschaftliche Klarinettenphrasen gelangen bestens, so dass erst nach der Zugabe „Blue Moon“ mit einem großartigen Soloposaunisten geendet werden konnte. Begonnen hatte der zweite Teil mit einer furiosen Version von John Miles „Music“, dessen Text für diese klasse Musiker sicherlich absolut gültig ist: „Music was my first love and it will be my last.“