Ulm Klangwelten zwischen Jazz, Rock und Funk

Ulm / GOTTFRIED LOTHAR 17.03.2015
Der Ulmer Schlagzeuger Christian Krischkowsky hat eine neue Band.

Mit dem Stuttgarter Gitarristen Martin Wiedmann und dem in Wangen lebenden Bassisten Florian King zusammen bildet er "Wiedmann King Krischkowsky", kurz das WKK-Trio, das mit "No Winter" ein Album veröffentlich hat und dieses beim Verein Kunst-Werk im Club Orange des Ulmer Einsteinhauses vorstellte.

Nur etwa dreißig Zuhörer fanden den Weg in den Raum mit den orangefarbenen Sesseln, doch die erlebten dank der ausgezeichnet aufeinander eingespielten Musiker einen klasse Abend - auch dank der Kompositionen: In Krischkowskys "Franz Josef Land" konnte man die unwirkliche Stille im ewigen Eis förmlich hören, bevor dann jedoch die Post abging. Live geloopte Bass-Phrasen, über die dann King seinen E-Bass dröhnen ließ, mischten sich mit aberwitzigen E-Gitarren-Klängen und dem Druck des facettenreichen Spiels Krischkowskys, als ob ein Orkan durchs Eismeer peitscht. So ging es abwechslungsreich weiter mit Stücken von Martin Wiedmann wie "Turnings" oder dem funkigen "Seven of Four", mit Florian Kings "No Winter" oder "Fake Dive", einer Hommage an Paul Desmonds Standard "Take Five".

Kammermusikalische Balladen, schwindelerregende Fingerarbeit auf den Saiten und kraftvolle Schlagzeugexzesse lassen das WKK-Trio zu einer Klangwelt verschmelzen, deren Wirkung man sich nicht entziehen mag.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel