Kinder Kindergarten beim Hallenbad

Auf diesem städtischen Grundstück an der Schwabenstraße in Neu-Ulm soll bis zum Herbst 2018 die neue Kindertagesstätte entstehen. Im Hintergrund sind das Hallenbad und die Sporthalle zu sehen.
Auf diesem städtischen Grundstück an der Schwabenstraße in Neu-Ulm soll bis zum Herbst 2018 die neue Kindertagesstätte entstehen. Im Hintergrund sind das Hallenbad und die Sporthalle zu sehen. © Foto: Matthias Kessler
EDWIN RUSCHITZKA 08.12.2016

Neu-Ulm wächst, die Stadt braucht mehr Wohnungen. Und sie braucht mehr Plätze für die Kinderbetreuung. Insgesamt müssen bis 2020 zwölf Kindergarten-Gruppen und drei Krippen-Gruppen geschaffen werden. Ein Teil der Kinder wird von Herbst 2018 an in einem Neubau unterkommen, der an der Schwabenstraße in direkter Nachbarschaft zum Hallenbad auf einem städtischen Grundstück entsteht. Das wurde am Dienstag während der Investitionsberatungen zum Haushalt 2017 beschlossen.

Die drei Kindergarten- und drei Krippengruppen werden die Stadt 3,3 Millionen Euro kosten. Das Geld war bereits für den Ausbau der „Villa Kunterbunt“ in der Neu-Ulmer Weststadt eingeplant. Dort waren insgesamt sieben Kindergartengruppen und zwei Krippen-Gruppen vorgesehen. Weil es aber der politische Wille war, die Hortplätze dort beizubehalten, sei der Umbau nicht mehr in Frage gekommen, erklärte Fachbereichsleiter Ralph Seiffert. Seit geraumer Zeit habe die Stadt für einen Neubau ein geeignetes Grundstück gesucht und dieses in der Schwabenstraße auch gefunden. Und jetzt eilt es: Mit dem Bau soll gleich im nächsten Jahr begonnen werden, im Herbst 2018 soll die Einrichtung dann in Betrieb gehen. Unter welcher Regie, das steht noch nicht fest.

Die „Villa Kunterbunt“ mit ihren 75 Kindergarten-, 12 Kleinkinder- und 50 Hortplätzen werde von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) weiter betrieben, sagte Seiffert. Die Sanierungskosten, so Kämmerer Berthold Stier, würden zu 80 Prozent von der Stadt und zu 20 Prozent vom Träger, also der Arbeiterwohlfahrt  bestritten. Dies sei eine typische Regelung. Nach Auskunft von Hans Scheiterbauer-Pulkkinen von der AWO in Augsburg seien der Fußboden, die Sanitär- und Heizungsanlagen schon saniert, was anstehe sind die Fenster, das Dach und der Außenbereich.

Der Neubau an der Schwabenstraße reicht allerdings nicht aus: Darüber hinaus gibt es weiteren Bedarf, der in den bestehenden Einrichtungen bis 2020 gedeckt werden soll: Zu den in diesem Jahr entstanden zwei Gruppen im Pfuhler Kindergarten „Donaukinder“ (Schulzentrum) kommt 2019 eine weitere dazu. Die „Schatzinsel“ im Vorfeld wird 2017 um eine Gruppe erweitert, die Einrichtung „Andreas am See“ 2018 um drei Gruppen. Und 2020 steht der Ausbau des Kindergartens „Regenbogen“ in der Innenstadt um zwei Gruppen an.