Er war im Herbst nach einem Freispruch in erster Instanz in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Kempten zu sieben Monaten Haft verurteilt worden, weil er einen Justizbeamten beleidigt und geschlagen haben soll. Der Prozess hatte Aufsehen erregt, weil El Masri dem Beamten mit nur zwei Fingern seitlich über die Wange gestrichen hat, was das Gericht als Körperverletzung gewertet hatte. Zuvor schon war der gebürtige Libanese mit deutschem Pass nach tätlichen Angriffen auf OB Gerold Noerenberg und einen Ausbilder bei der Dekra und wegen Brandstiftung längere Zeit in Haft gesessen. El Masri gilt als schwer traumatisiert und leidet, seit er 2004 vom amerikanischen Geheimdienst verschleppt und unter Terrorverdacht mehrere Monate in Afghanistan festgehalten und gefoltert wurde, an Verfolgungsangst. Deutsche Behörden haben niemals gegen ihn wegen Terrorverdachts ermittelt.