Kommentar Kosten und Bauzeit der Tiefgarage: Keine guten Nachrichten

Chirin Kolb
Chirin Kolb © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Chirin Kolb 15.06.2018
Dass nach der Linie 2 und dem Neubau der Bürgerdienste nun auch die Tiefgarage am Bahnhof teurer wird, ist besonders ärgerlich.

Ob Linie 2, Haus der Bürgerdienste oder eben jetzt die Tiefgarage am Bahnhof: Jede Baustelle der Stadt Ulm wird teurer. Das ist oft erklär- und sogar nachvollziehbar, im Fall der Tiefgarage aber besonders ärgerlich. Denn dabei geht es nicht nur um die leider inzwischen üblichen Preissteigerungen durch boomende Baukonjunktur, unvorhersehbares Durcheinander im Untergrund und sonstige Schwierigkeiten beim Bau. Ursache sind auch Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und der Baufirma, die offenbar nur mit größter Mühe, Beharrlichkeit und dem Einsatz von Rechtsanwälten beigelegt werden konnten – für schlappe 1,7 Millionen, die die Stadt zusätzlich überweist. Hoffentlich schiebt das Geld die Bautätigkeit tatsächlich und dauerhaft an.

Dass der neue Zeitplan eingehalten wird, ist nicht nur wichtig, weil dann eine lästige Baustelle am Bahnhof verschwinden würde. Die Tiefgarage ist verzahnt mit den Sedelhöfen, der Linie 2, der unterirdischen Passage und der Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Geht es mit einem Projekt nicht vorwärts, hinken auch die anderen hinterher oder müssen mit zusätzlichem Kosten- und Zeitaufwand neu getaktet werden. Am Bahnhof zeigt sich, wie viel Ulm sich zumutet mit all den gleichzeitigen Großprojekten.

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