Meinung Kommentar zum diesjährigen Weinfest: Keine große Konkurrenz

Lokalredakteur Hans-Uli Mayer.
Lokalredakteur Hans-Uli Mayer. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Hans-Uli Mayer 01.08.2018
Das Gassenfest hat so viel Charme, es braucht die Konkurrenz des Weinfestes nicht zu fürchten, meint Hans-Uli Mayer.

Es gab Zeiten, da war der Schwörmontag das letzte Ereignis vor einer gähnend langen Urlaubszeit. Einzig das Kohl- und Rabengassenfest brachte ein wenig Stimmung in das Sommerloch. Später lockte das französische Dorf in die Au und seit einigen Jahren gibt es das Weinfest, wegen dem es jetzt eine gewisse Aufregung gibt. Oder sagen wir eine Verstimmung.

Der Grund liegt darin, dass das von drei Gastronomen organisierte Fest um eine Woche nach vorne verlängert wird, worüber sich hauptsächlich die Verantwortlichen des Gassenfestes ärgern. Die Koordination von Festterminen ist immer wieder ein Thema in der Stadt, wobei es eigentlich warm genug ist, als dass man sich zusätzlich die Köpfe heiß reden müsste.

Ulm, Neu-Ulm und die ganze Region sind bevölkert genug, dass zwei solcher Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden können. Vor allem das Kohl- und Rabengassenfest hat über die Jahre viele Stammkunden gewonnen und so viel Charme, dass es die Konkurrenz am südlichen Münsterplatz nicht zu fürchten braucht.

Verständlich ist der Groll beim spanischen Weinhändler Peral allenthalben deshalb, weil das Fest seit Jahr und Tag behindert wird: von einem ungeselligen Anwohner und Auflagen der Stadt, die schädlicher sind als die fehlende Rücksicht bei der Terminabsprache.

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