Ulm Katholische Kirche kauft Sedelhöfe

Die Baustelle der Sedelhöfe in Ulm.
Die Baustelle der Sedelhöfe in Ulm. © Foto: Archiv (Matthias Kessler)
Ulm / JAKOB RESCH 14.07.2016
Mit den Sedelhöfen kann es losgehen. Die Verträge sind fix. Im Juli beginnen die Bauarbeiten. Das Projekt wird später an die katholische Kirche verkauft.

Einstimmig hat der Gemeinderat am Mittwochabend den Vertragsabschluss für die Sedelhöfe freigegeben. Noch im Juli werden auf dem Gelände erste Baumaßnahmen erwartet. Invesor DC Commercial/DCValues steht in den Startlöchern. Und wenn das Einkaufsviertel in drei Jahren fertig ist, geht es auf die Katholische Kirche über – mehr oder weniger. „Ja, ich habe das Projekt verkauft“, sagte Lothar Schubert, Chef der DC-Gruppe, im Ratssaal. Ein ganz normales Vorgehen für einen Immobilienprojektentwickler. DC verantwortet und finanziert das Projekt bis zum Einzug der Mieter und übergibt es für die Zukunft mit Gewinn an den „institutionellen Bestandshalter“, wie das heißt. Gewonnen hat Schubert dafür die Aachener Grundvermögen, „einer der seriösesten und stabilsten Investoren für beste Einkaufslagen in Deutschland“. Dahinter steht zu 75 Prozent die Katholische Kirche mit den Erzdiözesen Köln, Paderborn, Münster, Aachen sowie Versicherungen und Pensionskassen.

OB Gunter Czisch bekräftigte, dass es sich bei der Aachener Grundvermögen um „einen vertrauenswürdigen Partner“ handele, allein schon deswegen, „weil er immer schon Interesse hatte, in Ulm zu investieren“. Das wiederum bestätigte Schubert: Dieser Investor wolle „unbedingt in diese Stadt“, mit Blick aufs Ulmer Münster. Das evangelische. Gelächter. Dann ging es für die Stadträte zum Feiern aufs Volksfest.