Neu-Ulm Katholische Beratungsstelle in neuen Räume

EB 09.04.2014
Neue Räume am bekannten Ort: Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Neu-Ulm ist eine Tür weiter gezogen. Die Zahl der Beratungen hat sich zuletzt deutlich erhöht.

Das Team der Katholischen Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen freut sich über mehr Platz vor allem für Gruppenangebote. "Wir haben so viele Ideen, die wir jetzt umsetzen können", sagt Eleonore Wolf, Leiterin der Beratungsstelle. Die bleibt im Gebäude am Johannesplatz 2. Durch den Neubau des Johanneshauses nebenan und den Umzug der Außenstelle des Seelsorgeamts dorthin wurden am alten Standort Räume frei. Der Wartebereich, in dem Kinder Platz zum Spielen haben, wurde vergrößert.

Besonders freuen sich Eleonore Wolf und ihre Kolleginnen über den eigenen Gruppenraum - beispielsweise für Elternkurse, zu denen sie bisher in die Psychologische Beratungsstelle ausweichen mussten. Eine Notlösung, mit der nun Schluss ist. "Jetzt können wir unser Programm erweitern und zum Beispiel offene Gruppen für junge Schwangere und junge Mütter anbieten", sagt die Leiterin der Beratungsstelle.

Darüber hinaus gibt es neuerdings Vorträge und Kurse zusammen mit dem Amt für Ernährung und Landwirtschaft, darunter einen Pekip-Schnupperkurs, einen Abend mit Tipps für "Bewegungsspiele mit Alltagsmaterialien" oder Kochkurse, bei denen gesunde Gerichte zubereitet werden, die auch Kindern schmecken.

Erstmals haben auch alle drei Beraterinnen eigene Zimmer. Sie können damit flexibler auf Beratungsanfragen reagieren. Ihre Unterstützung bei vielen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Erziehung von kleinen Kindern ist gefragt. Die Zahl der Ratsuchenden stieg im Jahr 2013 auf 452, im Jahr davor waren es 429 gewesen. Die meisten von ihnen waren zwischen 30 und 34 Jahre alt, das Durchschnittsalter lag früher zwischen 25 und 29 Jahren.

Deutlich erhöht hat sich die Zahl der Beratungen - auf 1302. Das mache deutlich, dass die Konfliktlagen und Probleme, mit denen Schwangere und Paare sich an die Beratungsstelle wenden, komplexer werden, heißt es in der Mitteilung. Im Schwangerschaftskonflikt suchten viele einen Schutzraum, in dem sie über alle Hilfe informiert, aber bei ihrer Entscheidung nicht unter Druck gesetzt werden, teilt Wolf mit. Die Beratung reicht von Fragen zu sozialrechtlichen Ansprüchen bis hin zur Existenzsicherung. Häufig geht es auch um Partnerbeziehungen oder die Stärkung des sozialen Netzes.

Die Beraterinnen begleiten viele Frauen weiter, die auch nach der Geburt des Kindes Unterstützung brauchen. Sie helfen bei der Suche nach Betreuung, bei Trennung der Eltern oder bei Unsicherheit im Umgang mit dem neuen Familienmitglied. Wenn das Baby da ist, können junge Mütter Schwierigkeiten haben, den Alltag zu bewältigen. Darauf werde die Beratungsstelle künftig auch mit Kursen zur Haushalts-Organisation eingehen, kündigt die Leiterin an. Dabei komme eine Stärke der Katholischen Schwangerenberatung, nämlich deren Vernetzung mit anderen, auch kirchlichen Stellen zum Tragen.

Einweihung und Ausstellung