Der Mangel an Klopapier hat dazu geführt, dass offensichtlich zahlreiche Bürger beim Toilettengang ersatzweise zu anderen Hygieneprodukten gegriffen haben. Die Abteilung Stadtentwässerung der Stadt Neu-Ulm stellte zuletzt jedenfalls vermehrt Produkte wie Feucht-, Kosmetik- oder Küchentücher in der Kanalisation der Stadt und den städtischen Pumpwerken fest. Die falsch verwendeten Produkte belasten die Kläranlagen.

Jochen Meissner, Abteilungsleiter Stadtentwässerung und Wasserbau in der Stadtverwaltung, warnt in einer Mitteilung eindringlich davor, andere Produkte als Toilettenpapier in Toiletten hinunterzuspülen. „Die Pumpen in unseren Pumpwerken können diese Stoffe nicht transportieren. Es kann zu Ausfällen im gesamten System kommen“.

Kläranlagen haben Probleme mit falsch entsorgten Produkten

In Kläranlagen werden die falsch entsorgten Produkte ebenfalls zum Problem. Durch die Tücher werde der Sauerstoffaustausch im Reinigungsprozess gestört, was dazu führt, dass die Anlagen nicht mehr die volle Reinigungsleistung erbringen können. Doch nicht nur in der öffentlichen Kanalisation sorgen die falsch entsorgten Produkte für Probleme. Auch in den Hauskanalisationen können so genannte „Verzopfungen“ dafür sorgen, dass Abflüsse nahezu vollständig verstopfen und nur durch Fachfirmen aufwendig, zeitintensiv und oftmals auch teuer wieder freigemacht werden können.

Die Stadtverwaltung Neu-Ulm bittet daher dringend darum, nur Klopapier beim Toilettengang zu verwenden. Meissner: „Falsch entsorgte Produkte in der Kanalisation gefährden die Betriebssicherheit der städtischen Anlagen und treiben auch unnötigerweise die Kosten für die Allgemeinheit in die Höhe.“

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