Biathlon Kalte Dusche statt Hitzeschlacht

Hanna Beck sorgte beim Biathlon-Wettkampf in Dornstadt für einen Heimsieg des DAV Ulm.
Hanna Beck sorgte beim Biathlon-Wettkampf in Dornstadt für einen Heimsieg des DAV Ulm. © Foto: Matthias Kessler
Dornstadt / swp 19.07.2018

Eigentlich ist es immer heiß, wenn der DAV Ulm zum FUG-Cup lädt. Dieses Mal erwischte es die 161 Biathleten beim Sommerwettkampf der baden-württembergischen Serie kalt: Ein kräftiges Gewitter mit heftigem Regen zog über Dornstadt hinweg.Vor allem für die Jüngeren sind die Sommerwettkämpfe wichtig, da sie sich für nationale Aufgaben empfehlen müssen. Bei den 14-/15-Jährigen sorgte Benni Guggenmos für eine Überraschung. Vom Wetterwechsel unberührt rannte er in 16:20,7 Minuten (2 Fehler) aufs Podest, mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf Sieger Tim Nechwatal (Schömberg). Weniger zufrieden war Finn Schlabach, bei dem es zwar am Schießstand glänzend lief (0), dafür auf der Strecke nicht (6.).

Zehn Strafsekunden gab es pro Fehler, Julia Tannheimer kassierte gleich 40 im Stehendanschlag – genau die fehlten ihr am Ende auf die fehlerfrei schießende Siegerin Leonie Zeimet (Schömberg/15:49,5) fehlten. Dritte wurde Maike Steck (3/+1:05,2). Beide Ulmerinnen gehören dem jüngeren Jahrgang an und wurden ebenso wie Johanna Rauch (10.) in den baden-württembergischen Schülerkader berufen.

Mitten im Gewitter mussten die Schüler 12/13 laufen. Während die Ulmer Jungs am Schießstand Federn ließen, wobei Lukas Tannheimer (4) trotzdem als Dritter noch aufs Podest kam, trumpfte bei den Mädchen Hanna Beck auf. Sie brauchte für die 3,2 Kilometer (1) 12:49,8 Minuten und sicherte sich damit den Sieg, obwohl sie eine der jüngsten Starterinnen war. Gleiches gilt für Joelle Wagner (4), die mit 40,4 Sekunden Rückstand Vierte wurde. Auf Platz sechs lief Annalena Müller.

Weniger erbaulich war der Auftritt der Ulmer Jungs in der Jugend 16/17, die allesamt am Ende des Feldes landeten. Vor allem beim Schießen ging nichts zusammen, vielleicht lag es am Anschießen im Gewitter.

Wie man es besser macht, zeigte Lisa Kohler. Bei der weiblichen Jugend 16/17 über 4,5 Kilometer. Sie ließ sie jeweils nur eine Scheibe stehen und verpasste in 20:22,8 Minuten nur um vier Zehntel den Sieg hinter Crossspezialistin Julia Vogler (Gosheim/2). 50 Strafsekunden gab’s für die 14-jährige Charlotte Gallbronner (3./+22,2), während Mara Biedenbach mit vier Fehlern durchkam (4./+1:02,5).

Schwacher Tag am Schießstand bei den Aktiven für Sabrina Braun (2/4), die sich um 11,8 Sekunden Emilie Behringer (Todtmoos/20:05,1 Min./5) geschlagen geben musste. Für Mareike Braun lief es nach der neuerlichen Verletzungspause ordentlich (3./+50,8/2 Fehler).

Fest in Ulmer Hand waren die Schüler 10/11, wo die Sieger Melina Gaupp und Valentin Müller hießen. Hinter ihm lieferten sich die Schraag-Brüder ein heißes Duell, wobei der jüngere Yannik (5.) seinen Bruder zu Platz zwei trieb. Den Dreifacherfolg perfekt machte Paul Achatz.

Prominente Väter als Betreuer

Zuschauer Skisprung-Prominenz war in Dornstadt ebenfalls da. Olympiasieger Christof Duffner gehört mit seinen Drillingen Jana, Marie und Leni schon zum Inventar. Dieses Mal war aber auch der polnische Nationaltrainer Stefan Horngacher gekommen, dessen Tochter Dana zu den talentiertesten Biathletinnen der S14 zählt.

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