Kalkhaltigen Boden mögen sie gar nicht

CHRISTIAN RETTERMAYER 18.06.2016

Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn? Sie tun es, wie schon Goethe schwärmte,  natürlich in Italien. Aber ihre Wurzeln liegen anderswo. Nach Italien kamen die Zitrusgewächse auf alten Handelswegen. Dass sie nicht im Mittelmeerraum heimisch sind, zeigt sich allein schon daran, dass sie den kalkhaltigen Boden der Region nicht sonderlich gut vertragen, vielmehr bevorzugen sie saure Substrate. Dazu kommt, dass Zitrusgewächse Frost nicht gut vertragen. Die kalte Jahreszeit überdauern die mehr als 500 Zitrusbäumchen verschiedener Arten und Sorten  im Garten der Villa Medici von Castello bei Florenz denn auch in einem unbeheizten Gewächshaus. Erst seit Mai stehen die Gefäße im Garten.

Zitrusgewächse waren zur Zeit der Renaissance Ausdruck von Wohlstand und Lebensstil. Man schätzte den Zierwert der Pflanzen  sowie den Duft von Blüten und Früchten, darüber hinaus nutzte man die  Zitrusaromen als Arznei. Frühe Seefahrer hatten den Vitamin-C-Spender auf ihren Schiffen dabei und führten Zitronen in Amerika ein, wo sie  verwilderten.

Wo kommen die Zitronen ursprünglich her? Aus Nordost-Indien, Persien, Kirgisien oder Korea? Die Lösung haben wir codiert. Sie finden sie, indem Sie untenstehende Zahlenfolge auf das Alphabet anwenden, beginnend mit A: 14-15-18-4-15-19-20-9-14-4-9-5-14