Studenten Jusos kritisieren: Semesterticket zu teuer

Ulm / swp 12.07.2018

Ja zum Semesterticket, aber nicht zu diesen Konditionen – so lässt sich die Haltung der Uni-Juso-Hochschulgruppe zusammenfassen. Hintergrund einer entsprechenden Pressemitteilung ist die demnächst an allen Hochschulen anstehende Abstimmungen über die Einführung eines landesweiten Semestertickets. Es sieht für Ulm drei Stufen vor: einen obligatorischen Solidaritätsbeitrag (101 Euro); ein optionales Ticket für die freie Nutzung des DING-Netzes (120 Euro); eine weitere optionale Erweiterung für die landesweite ÖPNV-Nutzung (etwa 200 Euro).

Der Solidaritätsbeitrag bietet aus Sicht der Jusos zu wenig. Er berechtige Studenten erst ab 18 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen dazu, gratis zu fahren. Juso-Hochschulgruppensprecher Benedikt Bagemihl: „An sich sind wir sehr für ein landesweites Semesterticket. Es lässt mehr Leute auf Bus und Bahn umsteigen, was der Umwelt hilft, und es gibt finanziell schwächeren Studierenden die Möglichkeit, im Land mobiler zu sein. Die jetzt vorliegenden Konditionen sind für uns aber nicht akzeptabel.“

 Die bis zu 420 Euro seien besonders für Bafög-Empfänger unbezahlbar,  sagt Vize-Sprecherin Rebecca Blum. Selbst ohne Erweiterungen seien 101 Euro Solidaritätsbeitrag überzogen. „Sie gehen komplett an den Bedürfnissen der Studierenden vorbei.“

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