Mit fast 1,8 Promille Alkohol im Blut und mit fünf verschiedenen Drogen vollgepumpt hat ein 29-Jähriger im Mai ein Fast-Food-Restaurant in der Ulmer Innenstadt überfallen. Jetzt wurde er zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Und zwar wegen versuchten Mordes, weil der junge Mann in seinem Vollrausch mit einem großen Messer wahl- und ziellos auf einen Angestellten eingestochen habe, der sich ihm in den Weg gestellt hatte.

Aus Sicht des Gerichts hatte er durch sein Vorgehen billigend in Kauf genommen, den Mann lebensgefährlich zu verletzen. Immerhin gab es in der Kasse die Tageseinnahmen von 600 bis 1000 Euro zu erbeuten, die der Räuber nach Überzeugung des Gericht dazu genutzt hätte, sich neue Drogen zu kaufen. Die Überwindung seiner Sucht sei deshalb der Schlüssel zu einem möglichen straffreien Leben, wie ein Gutachter im Prozess sagte.

Der 29-Jährige wird deshalb im Rahmen seiner Haftstrafe in eine Entziehungsanstalt eingewiesen, um über einen Zeitraum von zwei Jahren seine Sucht zu überwinden.

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