Jugendläufe 6000 Teilnehmer bei den Jugendläufen des Einstein-Wochenendes

Ulm / Henri Gallbronner 16.09.2017
Einen Tag vor dem Einsteinmarathon fanden Rund um das Donaustadion die Jugendläufe statt. Über 6000 junge Läufer gingen am Samstag an den Start.

Rund 6000 Kinder und Jugendliche schnürten bereits am Samstag die Laufschuhe. Allein die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass die Jugendläufe mehr sind, als nur das Vorprogramm für die Wettkämpfe der „Großen“.

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Dass auch bei einem sportlichen Großereignis wie dem Einsteinmarathon der Wettbewerbsgedanke zumindest nicht immer im Vordergrund stehen muss, stellten die fünf Mini-Marathon-Läufe unter Beweis: 421 Meter anstatt 42,195 Kilometer hatten die rund 1000 Kindergartenkinder zu bewältigen. Ohne Zeitmessung und nicht selten an der Hand der Erzieherinnen oder Eltern liefen die zukünftigen Marathon-Läufer um das Rund des Donaustadions. Die meisten taten das auch. Ein Teilnehmer jedoch machte nach ungefähr 50 Metern kehrt und lief als „Geisterläufer“ ins Ziel – „Erster“ war er trotzdem nicht.

Handbiker Maxi Taucher flitzte allen davon

In atemberaubendem Tempo flitzten anschließend die Handbiker um die Runde. Mit seinem Top-Renngefährt ließ der erst zehnjährige Österreicher Maxi Taucher wie schon in den beiden Jahren zuvor die bis zu fünf Jahre ältere Konkurrenz über die 800 Meter im Regen stehen. Getragen vom Publikum überrundete er Fahrer für Fahrer. Die noch nicht so erfahrenen 400-Meter-Biker umschiffte er dabei im Slalom. 50 Sekunden lag er schließlich vor Akbulut Berkan von der Bodelschwing-Schule.

Als Seriensieger können sich auch Julia und Lukas Tannheimer bezeichnen: Wenn sie laufen, gewinnen sie. Bei Lukas war das bereits zum dritten Mal der Fall. „Davor hab ich auch schon beim Kindergartenlauf mitgemacht“ – auch dort sei er vorne mitgelaufen. In 5:27,1 Minuten gewann er den 1500-Meter-Lauf des Jahrgangs 2007. Seine zwei Jahre ältere Schwester war 13 Sekunden schneller und konnte so auch ihren Jahrgang gewinnen.

Während Lukas sich mit Konkurrenten gar nicht erst beschäftigen musste, ging es weiter hinten im Feld durchaus rabiater zu: „Ich hab voll einen Ellenbogen reinbekommen“, weiß Felix Gebhardt zu berichten. Auch beim Start gab es immer mal wieder Stürze.

Kinderfundstelle gut ausgelastet

Wie immer gut ausgelastet war die Kinderfundstelle an der Haupttribüne. Besonders bei den jüngeren Jahrgängen wurden zahlreiche Eltern und Kinder zwecks Familienzusammenführung ausgerufen. Doch auch ein Dreizehnjähriger kann schon mal verlustig gehen.

Am stärksten besetzt war der Jahrgang 2009: Bei insgesamt 855 Finishern konnen sich Julius Gräve (SSV 46/4:23,0 Minuten) und Laura Raiff (TSG Söflingen/4:50,6 Minuten) über die 1200 Meter durchsetzen.

Für die älteren Semester, die am Schluss ran mussten, wurde es etwas ungemütlich: Die Temperaturen sanken, die Teilnehmer- und Zuschauerzahlen ebenfalls. „Das sind ja voll wenig!“ und „Die sehen alle total sportlich aus“, fürchtete sich so mancher Teilnehmer vor dem letzten Platz. Immerhin hatte der Wettergott – wie schon so oft – ein Einsehen mit den Läufern, sodass sich nur wenige Tropfen in die Friedrichs­au verirrten.