Jugend musiziert: Erstaunliches Können

CHRISTA KANAND 26.02.2013

Was haben Geigerin Anne-Sophie Mutter, Klarinettistin Sabine Meyer und Pianist Gerhard Oppitz gemein? Sie sind "Jugend musiziert"-Preisträger. Manche Karriere begann mit diesem Meilenstein. Auch regionale Nachwuchstalente stellten sich dieses Jahr wieder der Herausforderung des größten europäischen Nachwuchswettbewerbs. In Neu-Ulm zeigten sie beim Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" ihr erstaunliches Können.

Ihnen überreichte Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg im Rahmen der sonntäglichen Konzertmatinee Urkunden. Zwei Dutzend Preisträger des Regionalwettbewerbs Neu-Ulm, den die Sparkasse Neu-Ulm-Illertissen unterstützt, gaben Kostproben ihres beachtlichen Könnens. Ein Geheimtipp für Musikliebhaber! Lampenfieber oder Vorfreude? Eher cooler Elan - die Musici zwischen sieben und etwa 17 Jahren, die teils auswendig musizierten, sind an Rampenlicht gewöhnt. Bei starken Auftritten bekamen sie im Scharff-Haus familiären, teils auch musikalischen Rückhalt durch Musiklehrer als Begleiter. Matthias Haacke, Leiter der Musikschule Neu-Ulm, verstand es, die Jungtalente ins rechte Licht zu setzen - und ihre Beiträge vom Akkordeon-Solo bis zum Gitarrenquintett, vom Barock bis zur Neuen Musik.

Der erste Auftritt war schon ein gutes Omen: Die siebenjährige Constanze Binder spielte sich auswendig mit einem Vivaldi-Allegro auf dem (Kinder-)Cello in die Herzen. "Exoten" wie ein Hackbrett- oder Harfen-Duo nahmen genauso für sich ein wie die vielen Streichinstrument-Talente. Stellvertretend seien Jessica-Petra Triebelhorn aus Nersingen mit dem Allegro aus Sergej Prokofjews mitreißender Violin-Sonate und die Neu-Ulmerin Marianne Elisabeth Spieß erwähnt, die im Finale der Matinee drei Sätze aus Kaija Saariahos "Sept Papillons" für Violoncello solo aufführte - virtuose Tonmalerei. Beide Talente treten auch im März beim Landesfinale von "Jugend musiziert" in Cham an.