Pfuhl Jubel bei den Kleinen und bei den Großen

Hut ab! Im Kinderhaus Donaukinder in der Pfuhler Heerstraße wurde gestern mit einem Zimmermann das Richtfest gefeiert.
Hut ab! Im Kinderhaus Donaukinder in der Pfuhler Heerstraße wurde gestern mit einem Zimmermann das Richtfest gefeiert. © Foto: Volkmar Könneke Volkmar Könneke
BEATE STORZ 16.07.2016
Ein Glas klirrte und Kleinkinder fanden es spannend. Der Rohbau des Kinderhauses Donaukinder steht. Der Neubau ist recht großzügig.

Kinder sollten sich nicht immer ein Beispiel an Erwachsenen nehmen. Entsetzt schauten die Krippenkinder den Zimmerermeister Johannes Göckle an, als er nach seinem Richtspruch sein leeres Weinglas wegwarf und es am Boden klirrend zersprang. Das ist zwar so üblich bei einen Richtfest, aber das konnten die Kleinen noch nicht verstehen. Es bleibt zu hoffen, dass sie zu Hause jetzt nicht auch Mamas Gläser zertrümmern. Beim Richtfest des erweiterten Kinderhauses am Pfuhler Schulzentrum an der Heerstraße 123 in Neu-Ulm ging jedenfalls nur ein einziges Glas zu Bruch.

Die Leiterin der bereits bestehenden Kinderkrippe, Anita Müller, bedankte sich bei der Stadt Neu-Ulm für das neue Haus. „Für unsere Krippenkinder war die Baustelle richtig spannend. Besonders faszinierend fanden sie die Aufstellung des Baukranes“, erzählt Müller.

Die bisherige Kinderkrippe bot Platz für 12 Kinder. Im Neubau haben nun zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 50 Kindern Platz. Der Neubau ist 490 Quadratmeter groß und zusätzlich soll noch ein großzügiger Garten angelegt werden. Der Kindergarten ist für den Nachwuchs in Pfuhl und Burlafingen gedacht. Manche Kinder haben künftig einen sehr weiten Weg. Diese Entfernung will die Stadt Neu-Ulm ihren Bürgern nicht zu Fuß zumuten, deshalb soll es für die Eltern 31 Stellplätze geben. Rund 1,7 Millionen Euro wird das Ganze kosten. Im Kindergarten gibt es nicht nur Gruppenräume, sondern auch einen Mehrzweck-, Therapie- und Forscherraum sowie ein Atelier und eine Werkstatt. Außerdem können sich die Großen im Elterncafé treffen. Eine Küche, die auch die Krippenkinder versorgt, gibt es auch. „Der Therapieraum ist nötig, weil es bei uns auch Inklusionskinder gibt“, erläutert Müller. Sie wird dann künftig zehn statt drei Mitarbeiterinnen haben.

Gerold Noerenberg ergriff das Wort: „Hier haben wir ein Zentrum für Kinder und Jugendliche“, sagte der OB. Die Kindertagesstätte sei schon länger nötig gewesen, weil es in Burlafingen zu wenige Kindergartenplätze gibt. Er bedankte sich bei den Burlafingern für ihre Geduld. Im September 2016 soll der Kindergarten eröffnet werden.