Nutzfahrzeuge Iveco-Händler investiert in die Zukunft

Man kann es schon von der Albstraße her sehen: Das B+R Autohaus ist eine große Baustelle. Die Chefs Alfred (links) und Achim Maier zeigen die Pläne für die Neugestaltung.
Man kann es schon von der Albstraße her sehen: Das B+R Autohaus ist eine große Baustelle. Die Chefs Alfred (links) und Achim Maier zeigen die Pläne für die Neugestaltung. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Frank König 17.10.2017
B+R-Autohaus krempelt den Standort am Hörvelsinger Weg vollständig um und schafft auch mehr Platz für Wohnmobile und Omnibusse.

Die gute Wirtschaftslage in der Region zieht auch eine entsprechende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen wie Transportern und Lastwagen nach sich. Angesichts des kontinuierlichen Wachstums baut der Iveco-Händler B+R am Hörvelsinger Weg nun vollständig um. Das Areal wird von Rapp Architekten neu überplant. Eine im Norden des Areals gelegene Halle wurde bereits abgerissen, zum Lager von Drogerie Müller hin entsteht ein Neubau für den Werkstatt-Service. Zudem wird das gesamte Hauptgebäude mit Fahrzeug­annahme, Verwaltung und Ersatzteillager modernisiert.

Derweil zieht die B+R-Mannschaft in ein Containerdorf, berichtet Geschäftsführer Achim Maier (36), dem für das Projekt sein Vater Alfred (68) zur Seite steht. Er hatte das Autohaus als Manager bei Iveco in Ulm zunächst übergangsweise geführt und 1989 dann übernommen. Die grundlegende Neuordnung des Geländes am Hörvelsinger Weg ist aus seiner Sicht „die letzte Etappe“ des Generationswechsels. Alfred und Achim Maier erwarten die Fertigstellung, die auch ein Ende der beengten Verhältnisse bedeutet und deutlich mehr Verkehrsfläche für schwere Lkw schafft, für Ende 2018. Sie investieren dabei einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.

Ein wichtiges Element des Autohauses soll die neue Halle gegenüber dem Müller-Lager werden: mit Service-Plätzen für Wohnmobile, deren Eigentümer höhere Anspruche stellen, und für das wachsende Segment der Omnibusse. Dazu kommt die Nutzfahrzeugtechnik – eine Spezialität von B+R: mit Umbauten beispielsweise für Lufthansa Catering mit tiefergelegten Fahrerhäusern. Ein neues Tätigkeitsfeld sind Kipper, daher ist die Nutzfahrzeugtechnik derzeit passenderweise provisorisch bei Meiller im Donautal untergebracht.

Die Werkstatt für Lkw und Transporter bleibt im Hauptgebäude, das entkernt und neu strukturiert wird. Dazu kommt eine neue Prüfhalle, in die ganze Lkw-Züge reinpassen. Für Wohnmobile soll es eigene Stellplätze mit Stromanschluss geben, außerdem Ruheräume für die Fahrer.

Beim Service für Lkw profitiert B+R vom nahen Iveco-Lager in Langenau, so dass mit den Öffnungszeiten bis 22 Uhr viele Reparaturfälle zeitnah erledigt werden können. Zum Portfolio zählen nicht zuletzt Fiat Professional und die italienische Schwerlast-Marke Astra. Es gibt einen Schwesterbetrieb in Kempten und 13 Partnerhändler zwischen Aalen und Bodensee. B+R verkauft jährlich 1000 neue und gebrauchte Fahrzeuge.

Aus Magirus-Händler heraus entstanden

Historie Die Firma ist aus dem 1952 gegründeten Magirus-Händler Fischäs (Frauenstraße) entstanden, zunächst 1967 als Brixner und Riesenberg, später nur B+R Autohaus. 85 Mitarbeiter in Ulm, 10 in Kempten. Auch E- und Gas-Fahrzeuge sind im Programm.