Konzert Irische Musik in der Petruskirche

Mit sonorem Cello-Sound: Das Kammerorchester der Petruskirche.
Mit sonorem Cello-Sound: Das Kammerorchester der Petruskirche. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / Christa Kanand 01.08.2018

Wenn andere Kulturinstitutionen in die Sommerpause gehen, eröffnet das Kammerorchester der Petruskirche die Neu-Ulmer Reihe „Kultur im Museumshof“. Diesmal stand das Konzert, das wegen der unsicheren Wetterlage am Samstagabend in die zusatzbestuhlte Petruskirche verlegt wurde, unter dem Motto „Song for Ireland“. Zu Gast war die Band Folk ’n’ Fun aus Illertissen.

Die irische Musik ist ruhig und fröhlich, melancholisch und wildromantisch – wie die acht Traditionals, die der britische Arrangeur Barrie Carson Turner in seiner „Irish Suite“ verewigte. Für das 17-köpfige Kammerorchester unter Petruskantor Oliver Scheffels bot es die Gelegenheit, mit Streicherschmelz und sonorem Cello-Sound tonmalerisch Geschichten von Landschaften, Legenden und Mythen zu erzählen. Trotz gelegentlicher Intonationsschwächen und Mikro-Defiziten bei Oliver Scheffels’ Moderation sprang der Begeisterungsfunke schnell auf die mehr als 300 Zuhörer über.

Nach Leroy Andersons „Forgotten Dreams“ begeisterte auch das mikroverstärkte Septett Folk ’n’ Fun in guter Storytelling-Tradition. Zur gewieften Begleitung von Gitarren, Bass, Percussion, Akkordeon, Klarinette und Flöte besangen Barbara und Jürgen Bauer in (zu) vielstrophigen irischen Songs Land und Leute. Sogar in der stickigen Wärme luden „Mc Pherson’s Lament“ & Co. zum Mitklatschen ein.

Beim finalen Höhepunkt ging’s dann im Doppelpack auf die grüne Insel. In der klangsatten Allianz aller Akteure kam Scheffels’ „Song for Ireland“ aus vier Cross­over-Arrangements, darunter „Lord of the Dance“ und „Highland Cathedral“, zur gefeierten Uraufführung, gefolgt von drei Zugaben.

Info Am Freitag, 20.30 Uhr, gastiert Cara mit Irish Folk im Museumshof des Scharff-Museums (bei schlechtem Wetter in der Musikschule Neu-Ulm).

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