Sie ist das Aushängeschild des Laufsports in der Region. Der Einstein-Marathon hat trotz ihrer Erfolge auf der Weltbühne weiterhin einen festen Platz im Kalender von Alina Reh. Im Jahr 2017 unterbot die 21-Jährige den Deutschen U23-Rekord im Halbmarathon um 22 Sekunden – genau 22 Jahre hatte die zuvor gültige Bestmarke von Sonja Oberem Bestand. Dieses Jahr geht sie über die zehn Kilometer an den Start. Über diese Strecke holte sie sich am 2. September den Deutschen Meistertitel.

Im Vorjahr hast Du mit deinem Halbmarathon-Rekord für das Highlight in der Geschichte des Einstein-Marathons gesorgt. Welche Erinnerungen hast Du heute noch an den 17. September 2017?

Alina Reh: Der 17. September war ein echt schöner und besonderer Tag für mich. Das Wetter und die Stimmung waren schon am Start top. Ich war zwar schon nervös, kam aber von Anfang an gut ins Rennen und dann lief es einfach. Der Zieleinlauf auf dem Münsterplatz war großartig und die Resonanz danach einfach überwältigend.

Damals hast Du vorher nichts von den Rekordplänen verraten. Gibt es in diesem Jahr auch etwas, was Du uns nicht verraten willst?

Bis jetzt noch nicht. Ich werde dieses Jahr die zehn Kilometer in Angriff nehmen. Wenn ich mich an diesem Tag gut fühle, werde ich auf Attacke gehen und Vollgas geben.

Mit dem 4. Platz bei der WM hast du dein persönliches Highlight in diesem Jahr schon erlebt. Was reizt Dich an der Teilnahme hier in Ulm beim Einstein-Marathon?

Der Einstein-Marathon ist ein riesiges Laufevent. Menschen aus der ganzen Region nehmen daran teil, mit unterschiedlichen Ambitionen. Das macht auch den Reiz eines solchen Straßenrennens aus – es stehen so viele unterschiedliche Menschen an der Startlinie, die alle die gleichen Strecken bewältigen wollen. Ich finde es toll, wenn der Laufsport auf diese Art und Weise gefeiert wird und das auch noch in meiner Heimat. Es wäre schwer für mich, wenn ich dabei nur zuschauen und nicht mitmachen dürfte!

Du warst schon bei den ersten Jugendläufen mit von der Partie und bist bereits 5, 10 und 21 Kilometer gelaufen. Werden wir Dich irgendwann einmal den ganzen Einstein-Marathon finishen sehen?

Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Der Marathonlauf reizt mich schon sehr, aber ich bin erst 21 Jahre alt und da ist für mich diese Strecke einfach noch zu lang. Stattdessen werde ich versuchen, die anderen Strecken beim Einstein-Marathon so schnell wie möglich zu laufen.

Die meisten laufen kurze Strecken


Die „kurzen Strecken“ über fünf und zehn Kilometer sind die beliebtesten Läufe beim Einstein-Marathon. Insgesamt 5627 Läufer werden sich um die Mittagszeit auf den Weg durch Ulm und Neu-Ulm machen. Beim 10-km-Lauf gibt es wegen der großen Teilnehmerzahl gleich zwei Startzeiten: Die ambitionierteren Läufer gehen um 13 Uhr auf die Strecke. Wer sich eine Zeit von unter 50 Minuten nicht zutraut, hat noch eine halbe Stunde länger Zeit – die Schnellsten sind da schon fast am Münsterplatz.