Ulm International im württembergischen Allgäu

Eine kunterbunte Fahrgemeinschaft aus Ulm vergnügt sich in der Torfbahn auf dem Weg ins Wurzacher Ried. Privatfoto
Eine kunterbunte Fahrgemeinschaft aus Ulm vergnügt sich in der Torfbahn auf dem Weg ins Wurzacher Ried. Privatfoto
EB 06.08.2012
Auf einer Tagesfahrt ins württembergische Allgäu kamen 50 Ulmer aus aller Herren Länder zusammen. Ein praktisches Beispiel für die "Internationale Stadt", als die sich Ulm kraft Ratsbeschluss versteht.

50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 14 verschiedenen Herkunftsländern von A wie Argentinien über I wie Iran bis V wie Vietnam, Frauen und Männer, Jung und Alt, Schwaben und Nichtschwaben haben jetzt eine lustige Ausfahrt ins Allgäu unternommen. Sie fand im Rahmen einer Ausflugsreihe statt, die seit jetzt vier Jahren vom Dichtervierteltreff der AG West unter Regie von Heike Reith organisiert wird. Größer und größer wird die Nachfrage danach, für die Allgäu-Fahrt wurde deswegen gleich mal ein ganzer Bus reserviert, "der dann auch ruckzuck besetzt war", wie es heißt.

Die Beliebtheit besteht bei Einheimischen wie Zugezogenen gleichermaßen. So werden gemeinsam Hemmschwellen abgebaut, gegenseitiges Kennenlernen und gemeinsames Lernen gefördert. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings auch denkbar gut, und zwar dank einer ebenso abwechslungsreichen wie aktionsreichen Programmzusammenstellung.

Es ging schon nach Stuttgart mit Landtagsbesichtigung und nachgestellter Ministerpräsidentenwahl, nach Sigmaringen mit Schlossbesichtigung, zum Mozzarella-Workshop auf den Bauernhof, zum Kneippen nach Bad Grönenbach oder zur Modenschau mit römischen Gewändern ins Limesmuseum nach Aalen. "Die Themen der Ausflüge sind ebenso vielfältig und breit gefächert wie die Herkunftsländer, aus denen die Teilnehmer kommen - ein buntes Kaleidoskop der Ulmer Stadtgesellschaft".

Jetzt also das Allgäu. In Bad Wurzach erfuhren die Ulmer bei einer Fahrt mit der urigen Torfbahn ins Wurzacher Ried Näheres über die Entstehung des Hochmoors, die Bedeutung des Torfabbaus, die Flora und Fauna des Naturschutzgebietes und konnten bei schönstem Wetter zu Fuß den Riedsee erkunden.

Danach ging es weiter nach Gospoldshofen zu einer Führung durch eine Käserei mit Käseverkostung. Nach einem Abstecher nach Leutkirch warteten im historischen Glasmacherdorf Schmidsfelden dann zwei Glasbläser auf die bunte Gruppe. Trotz des straffen Programms bleibt Zeit genug für Gespräche, Austausch und neue Kontakte, so dass der nächste Termin schon sehnlichst erwartet wird.

Im Dichtervierteltreff sieht man sich mit den Ausfahrten jedenfalls genau auf der Linie des Leitgedankens aus dem Konzept der "Internationalen Stadt" für Ulm: "Internationalität ist eine Bereicherung für unsere Stadt. Wir fördern das Zusammenwachsen von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu einer Gesellschaft in Vielfalt."