Workshop Informatik verbessert die Welt

Ulm / Von Tanja Miller 02.10.2017

„Sehr coole Atmosphäre!“ Mit diesen drei Worten beschreibt der 18-jährige Adrian aus München die Veranstaltung „Jugend hackt“, die von Freitag bis Sonntag im Verschwörhaus stattgefunden hat. Das Programm richtete sich an Computerbegeisterte zwischen 12 und 18 Jahren. Sie lernten am Wochenende, wie sie ihr bereits gesammeltes Informatikwissen geschickt anwenden können, um dabei auch noch Gutes für die Gesellschaft zu tun. Denn alles stand unter dem Motto: „Mit Code die Welt verbessern“.

Deshalb lernten die 50 Jugendlichen in Workshops einiges darüber, wie wichtig es ist, mit seinem Wissen ethisch korrekt umzugehen, da man mit Daten auch negative Auswirkungen erzielen kann: „Informatik ist Macht und die sollte sinnvoll eingesetzt werden“, sagt der Organisator Stefan Kaufmann.

Nach einem kurzen theoretischen Input am Freitag entwickelten die Teilnehmer über die restlichen Tage eigene Konzepte, die verschiedene Probleme im Alltag lösen sollen. Zum Beispiel setzten sich Leo, Jannik und Adrian damit auseinander, dass zu viele verzehrbare Lebensmittel weggeschmissen werden. Ihre Idee: Ein Schrank, der auf einem öffentlichen Platz in der Stadt aufgestellt wird. Jeder, der Essen übrig hat, kann das dort abgeben, muss aber vorher auf der selbst entwickelten Webseite Foodsharinghub angeben, was und wie viel er rein stellt, damit andere sehen, welche Lebensmittel vorhanden sind.

„Das ist jetzt erst mal der Prototyp, ob wir den noch weiterentwickeln, schauen wir mal“, sagt Adrian. Jedenfalls habe ihm „Jugend hackt“ sehr gefallen und auch, dass man auf verschiedene Leute trifft, die alle unterschiedliche Ideen mit einbringen, aus denen dann was Großes entstehen kann.

Eine andere Gruppe entwickelte die i-Topf-App, damit wird allen Personen, die keinen grünen Daumen haben, keine Pflanze mehr vertrocknen. Denn zur App gehören auch Licht- und Feuchtigkeitssensoren, die an der Pflanze angebracht werden. Sobald diese kein Wasser mehr hat, ertönt es aus dem Smartphone: „Ich bin’s, i-Topf, bitte gibt mir ein Glas Wasser.“ Dieser Satz ertönt solange, bis die Pflanze Wasser bekommt.

Insgesamt entstanden in Ulm elf Projekte, die jetzt auf der Internetseite hackdash.org/dashboards/jhulm2017 angeschaut werden können. Dazu gibt es Beschreibungen und auch einen Link, der zu dann zu den einzelnen Projekten führt. Denn alle sind öffentlich einsehbar, damit andere von den Ideen profitieren können. Das Programm „Jugend hackt“ hat Veranstaltungen in ganz Deutschland.

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