Neu-Ulm In die Donau gefallen: 84-Jähriger gestorben

Neu-Ulm / HANS-ULI MAYER 16.02.2013
Ein am Donnerstag aus der eisig-kalten Donau geretteter 84-jähriger Mann ist tot. Die Polizei schließt ein Verbrechen aus und sucht nach Zeugen.

Nur wenige Stunden nachdem am Donnerstagnachmittag ein zunächst unbekannter Mann aus der Donau gerettet werden konnte, ist der 84-Jährige verstorben. Ein aufmerksamer Passant hatte kurz nach 15 Uhr die Polizei über einen in der Donau treibenden leblosen Männerkörper verständigt. Das war auf Höhe der Maximilianstraße, als der Mann offenbar erstmals wahrgenommen wurde.

Feuerwehr und Wasserwacht konnten ihn wenig später auf Höhe des Barfüßer-Biergartens auf der Neu-Ulmer Uferseite aus dem 2,8 Grad kalten Wasser retten. Auch der Rettungshubschrauber namens Christoph 22 war im Einsatz. Einem herbeigerufenen Notarzt war es zunächst gelungen, den Mann wiederzubeleben und ihn in allerdings lebensbedrohlichem Zustand in die Klinik zu bringen, wo er wenige Stunden später verstarb.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Donnerstag zwischen 14.30 Uhr und 15.30 Uhr entsprechende Beobachtungen gemacht haben. Der gehbehinderte Mann hatte im Altenheim an der Eckstraße gelebt und dort gegen 14.30 Uhr eine Mitarbeiterin darüber informiert, dass er einen Spaziergang machen wolle. Seine Gehhilfe hatte er im Heim zurückgelassen.

Was dann genau geschehen ist, weiß die Polizei noch nicht. Sie erhofft sich, durch Zeugenaussagen den Weg des Mannes nachvollziehen zu können und zu klären, wann, wo und vor allem wie der 84-Jährige ins Wasser kam. Ein Fremdverschulden, wie es in der Polizeisprache heißt, wird beim derzeitigen Stand der Ermittlungen ausgeschlossen. Es gebe keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen, sagte Kripo-Sprecher Ulrich Feistle.

Derzeit gehen die Ermittler von einem Unglücksfall aus, zumal es auch keinen Anlass gebe, von einem Freitod des 84-Jährigen auszugehen. Die in der Region lebende Familie wurde verständigt.