Wirtschaft In der regionalen Industrie läuft es weiter gut

Region / kö 05.11.2018

Der Konjunkturmotor in der Region läuft zwar weiter auf hohen Touren, allerdings wird das Klima in der Weltwirtschaft zunehmend schwieriger. So lautet die Einschätzung der IHK Ulm in ihrem neuesten Konjunkturbericht für die Monate Mai bis August. Dieser basiert auf den aktuellen Einschätzungen der Unternehmen. Demnach bewerten auch im Herbst zwei Drittel der Firmen ihre Situation und die Ertragslage als gut. Allerdings trüben sich die Erwartungen im Export ein, dazu kommen derzeit vor allem auch steigende Energiepreise und der Fachkräftemangel. Somit erwarten immerhin elf Prozent der befragten Betriebe eine Verschlechterung der Lage.

Gute Auftragslage

Gleichwohl bleibt die Auftragslage auf hohem Niveau. Dazu der neue IHK-Präsident Jan Stefan Roell: „Trotz zunehmender Unsicherheiten bleibt die regionale Wirtschaft stabil und setzt ihren jahrelangen Aufschwung fort. Von einer Trendwende kann derzeit keinesfalls die Rede sein, allenfalls von einer gewissen Verlangsamung auf hohem Niveau.“

Derweil bleibt der private Konsum eine Stütze der Konjunktur, auch wegen des starken Arbeitsmarkts. Fast jedes fünfte Unternehmen will das Personal weiter erhöhen und zudem investieren. Roell fordert verlässliche Rahmenbedingungen: „Neben einer Deeskalation des Handelsstreits ist ein geordneter Brexit von großer Bedeutung.“ In Deutschland gehe es um den Breitband-Ausbau und die „längst überfällige Entlastung der Steuerzahler.“

Einzelhandel hinkt hinterher

In der Industrie steigen die Umsätze bei hoher Auslastung der Kapazitäten, aus Sicht der IHK erleben die Firmen einen „goldenen Herbst“. Sieben von zehn Unternehmen vermelden gut laufende Geschäfte. Die Handels- und Zollkonflikte bewirken aber Sorgenfalten.

Die Zuversicht allerdings bleibt, da die Inlandsaufträge nicht abreißen, vor allem bei Konsumgütern. Auch der Großhandel zeigt sich dank der guten Konjunktur von seiner besten Seite.

Der Einzelhandel hinkt freilich hinterher. Steigende Arbeitskosten und der Druck durch den Onlinehandel verschlechtern die Stimmung. Die Umsätze haben sich jedoch wieder etwas stabilisiert. Die Beschäftigung bleibt auf dem bestehenden Niveau.

Dienstleister bleiben in beachtlicher Verfassung, die Nachfrage ist demnach anhaltend positiv. In der Speditionsbranche sind die Kapazitäten fast ausgeschöpft. Bei den Banken legt in der Niedrigzinsphase zumindest die Kreditnachfrage zu. Bei Hotels und Gastronomie fallen die Lagebewertungen schlechter aus.

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