Ulm Immer mehr Abiturienten machen Lehre

Ulm / JULIA KLING 13.07.2016

Die Zahl der Abiturienten, die sich nach dem Schulabschluss für eine Ausbildung entscheiden, steigt. Das berichten die hiesige Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Ulm. In IHK-Berufen hat inzwischen etwa jeder vierte Auszubildende die Hochulschreife, 2011 war es noch jeder fünfte. In den Handwerksberufen haben für das kommende Ausbildungsjahr in der Region bereits 160 Jugendliche mit Abitur einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Das entspricht etwa 15 Prozent aller abgeschlossenen Verträge, rund drei Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Die Hauptgeschäftsführer beider Kammern sehen den Grund für den Anstieg darin, dass Eltern und Schülern immer mehr die Möglichkeiten erkennen, die sich in Ausbildungsberufen ergeben. „Wir haben gute Verdienstmöglichkeiten“, erklärt Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Hinzu kämen Praxisbezug sowie ein dauerhaft sicheres Beschäftigungsverhältnis mit der Perspektive selbst einen Betrieb aufzubauen und zu führen. Sein Amtskollege Otto Sälze von der IHK stellt zudem heraus, dass viele Abiturienten während ihrer Ausbildung die Möglichkeit nutzen, eine Zusatzqualifikation zu erwerber. „So erschließen sich attraktive Tätigkeitsfelder und sie verschaffen sich zusätzliche Karrierechancen“, erklärt Sälzle.

Die am häufigsten von Abiturienten gewählten Ausbildungsberufe sind Industriekaufmann, Fachinformatiker, Bankkaufmann, Kaufmann für Büromanagement sowie für den Groß- und Außenhandel und Meachtroniker im Bereich der IHK. Im Handwerk sind vor allem Lehrstellen als KFZ-Mechatroniker, Schreiner, Zimmerer und Anlagenmechaniker gefragt.

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