Der Arbeitsmarkt liegt weiter auf Rekordkurs, weil die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen im Dezember saisonal nur leicht gestiegen ist. Agenturchef Mathias Auch berichtet: „Seit 1984 gab es im Agenturbezirk keinen Dezember mit weniger arbeitslosen Menschen als in 2018.“ Die Arbeitslosenzahl erhöhte sich im letzten Monat des Jahres um 121 auf 6815, das waren auch 549 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent zu. Das ist der niedrigste Wert aller Agenturen in Baden-Württemberg, wo die durchschnittliche Quote 3,0 Prozent beträgt. Der zum Agenturbezirk Ulm zählende Kreis Biberach war mit einer Quote von 1,9 Prozent erneut landesweit Spitzenreiter.

Die Arbeitgeber in Ulm, Alb-Donau und Biberach meldeten im Dezember 1446 neue Stellen, was aber deutlich unter den Vergleichswerten lag: 250 unter dem Vormonat November und 229 unter Dezember 2017. Dies hängt, wie die Agentur erläutert, mit der rückläufigen Nachfrage von Zeitarbeitsfirmen zusammen.

Es gab aber Personalbedarf auf dem Bau und im Handel, außerdem in den Gesundheits- und Sozialberufen. Insgesamt verringerte sich auch der Stellenbestand um 193 auf 5951 freie Arbeitsplätze. Das sind allerdings 22 mehr als vor einem Jahr. Somit bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften in Summe auf sehr hohem Niveau, betont Agenturchef Auch.

Daher werde „auch im neuen Jahr die Fachkräftesicherung eine der wesentlichen Herausforderungen am Arbeitsmarkt bleiben.“ Auch Fachkräfte in Branchen wie Metall, Maschinenbau, Elektro, Logistik und Gastro sind gefragt.

Mehr Qualifikation möglich

Seitens der für Neu-Ulm zuständigen Agentur Donauwörth weist Agenturchef Richard Paul ebenfalls auf den Fachkräftemangel bei anhaltend guter Konjunktur hin. Es gebe zwar über 1700 offene Stellen, aber den Bewerbern fehle oft die Qualifikation.

Die Arbeitslosenquote nahm ähnlich wie in Ulm geringfügig zu, auf 2,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich zum Jahresende um 94 auf 2069 Menschen.

Als äußerst erfreulich wertet Paul neueste Zahlen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung von Juni 2018 – mit einem Rekord. Im Kreis standen 65 906 Menschen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis, ein Plus von 3,4 Prozent, auch wegen Zuwanderern, vor allem aus der EU.