Im Wengenviertel tut sich was. Der erste Teil des neuen Wengenplatzes an der Einmündung der Wengengasse in die Olgastraße wird noch in diesem Jahr gestaltet. Der zweite Teil entsteht allerdings erst, wenn die Sedelhöfe stehen. An Stelle des zweigeschossigen Nachkriegsprovisoriums an der Ecke der Walfisch-/Ulmergasse (Metzger Henke-Haus) wird ein markantes viergeschossiges Giebelhaus mit zwei Dachgeschossen entstehen. Und für das Gebäude Sterngasse 9 (Ecke Irrgängle) ist der Abriss für Anfang 2015 geplant. Das Haus soll in einjähriger Bauzeit Anfang 2016 durch einen Neubau mit etwa 20 zwischen 90 und 150 Quadratmeter großen Wohnungen gehobenen Anspruchs ersetzt sein.

Das Wengenviertel ist Sanierungsgebiet. In den nächsten acht Jahren sollen die dortigen Gebäude - viele wurden nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg schnell hochgezogen - renoviert und, wo möglich, aufgestockt werden. Dazu stehen zwar 5,2 Millionen Euro öffentliche Mittel bereit. Anders als in anderen Sanierungsgebieten wie Auf dem Kreuz oder in der Weststadt ist im Wengenviertel aber private Finanzierung weit stärker gefragt.

Um einen Überblick über das Vorhaben zu vermitteln und die Bewohner des Viertels stets auf dem Laufenden zu halten, hat die städtische Sanierungstreuhand (San) direkt neben der Wengenkirche an der Ecke Wengen-/Sedelhofgasse einen Info-Container aufgestellt. In diesem Büro bietet die San Beratung und Informationen zur geplanten Qualitätsentwicklung an. Alle neuen Projekte im Wengenviertel werden künftig dort ausgestellt. Geöffnet hat der Container einmal die Woche. Entweder donnerstags von 15 bis 18 Uhr oder freitags von 10 bis 13 Uhr. Der Wechsel findet wochenweise statt.

San-Chefin Angela Wagner hat den Info-Container gestern Nachmittag offiziell eröffnet. Zurzeit steht das, was er zeigt, unter dem Motto "Mit Energie in den Frühling". Zu sehen ist die Wanderausstellung "Energieeffizienz in Haushalten" des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Das Sanierungsgebiet