Kommentar Kita-Gebühren in Ulm: Im Sinne der Familienfreundlichkeit

Ulm muss bei den Kita-Gebühren etwas ändern, findet unsere Lokalredakteurin Beate Rose.
Ulm muss bei den Kita-Gebühren etwas ändern, findet unsere Lokalredakteurin Beate Rose. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Beate Rose 09.11.2018
Gebührenfreie Kitas für Ulm wären wünschenswert. Ein Kommentar von Beate Rose.

Ob man bis zu 500 Euro zahlt für den Kitaplatz seines über dreijährigen Kindes oder gar nichts, hängt in Deutschland vom Wohnort ab. In Ulm zahlt man über 400 Euro – natürlich nur, wenn das monatliche Nettofamilieneinkommen mindestens 5700 Euro beträgt und das Kind über 48 Stunden in einer städtischen Einrichtung betreut wird. Gleichzeitig sind 20 Prozent der Ulmer Eltern von Kita-Gebühren befreit, etwa, weil sie eine Lobbycard oder vier und mehr Kinder haben. Die Gebühren sind in Ulm gestaffelt.

Gleichwohl empfinden viele Ulmer Eltern die Kita-Gebühr als hoch, wenn nicht sogar als zu hoch. Was auch Stadträte so sehen, wie in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses deutlich wurde. Die Grünen möchten eine Entlastung der Eltern, die SPD liebäugelt mit einem gebührenfreien Jahr, die CDU möchte hingegen den Stundensatz für jene Kinder senken, die längere Betreuungszeiten nutzen.

An den unterschiedlichen Vorstellungen der Fraktionen lässt sich ablesen, dass die Kita-Gebühr eines der zentralen Themen im Wahlkampf bei der anstehenden Gemeinderatswahl im Frühjahr werden kann. Das ist gewiss: Im Sinne der Familienfreundlichkeit muss Ulm da etwas verändern.

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