Kommentar Edwin Ruschitzka zur Kampagne Zweilandstadt Im Schatten des Münsters

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Autorenfoto © Foto: Könneke Volkmar
Ulm / Edwin Ruschitzka 06.07.2018

Manchmal sagen Symbole ja mehr als 1000 Worte. Beispielsweise im Fall des Logos zur Werbekampagne Zweilandstadt. Abgesehen davon, dass der Untertitel „Schwaben & Bayern in Ulm/Neu-Ulm“ nicht ganz richtig ist, weil beide Städte in Schwaben liegen, Ulm im württembergischen, Neu-Ulm in bayerischen Teil, ist die Münster-Symbolik besonders misslungen.

Klar, dass die Stadt Ulm mit ihrem Münster wirbt. Das ist gesetzt und auf dem Logo zurecht auch groß zu sehen und übernimmt den Ulmer Part. Dieses Münster spiegelt sich aber, unterlegt mit weiß-blauen Rauten, im Neu-Ulmer Teil. Du meine Güte! Hat Neu-Ulm nicht mehr vorzuweisen, als den Schatten des Ulmer Münsters?

Diese Symbolik schürt allein Ressentiments Marke „Das Schönste in Neu-Ulm ist der Blick auf Ulm und das Münster“. Sie zeugt nicht davon, dass da zwei Städte in Sachen Tourismus gleichberechtigt an einem Strang ziehen wollen. Wenn das schon der verantwortlichen Werbeagentur mit Sitz in Ulm-Söflingen nicht aufgefallen ist, hätten die Macher aus der Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH diesen Fauxpas eigentlich bemerken müssen.

Die Welt wird davon sicher nicht untergehen, aber etwas ärgerlich dürfte das für die Neu-Ulmer und deren Selbstbewusstsein schon sein.

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