Internationaler Tag des Ehrenamts Dieser Verein vermittelt Ehrenamtliche in Ulm

Gabriele Mreisi ist Leiterin der Informationsstelle des Vereins „engagiert in Ulm.“ Der ist vor zwei Jahren von der Volkshochschule in die Radgasse 8 umgezogen.
Gabriele Mreisi ist Leiterin der Informationsstelle des Vereins „engagiert in Ulm.“ Der ist vor zwei Jahren von der Volkshochschule in die Radgasse 8 umgezogen. © Foto: Luca Schmidt
Ulm / luc 05.12.2018
30 Millionen Ehrenamtliche gibt es in Deutschland. Wer in Ulm helfen möchte, findet beim Verein „engagiert in Ulm“ Infos.

Öffentlichkeitsarbeit für Amnesty International, Begleiten von Menschen mit Behinderung oder Mithilfe bei Veranstaltungen? Das alles und noch viel mehr machen Ehrenamtliche in Ulm. Geld bekommen sie dafür keines, aber seit 1986 immerhin einen eigenen Gedenk- und Aktionstag: Den internationalen Tag des Ehrenamts, der jährlich am 5. Dezember begangen wird.

Wer sich engagieren möchte und noch nicht weiß, wo er das tun soll, der ist beim Verein „engagiert in Ulm“ richtig. Hier gibt es bei einer Informationsstelle eine kostenlose Beratung.

Ein, zwei Stunden können schon helfen

Es ist gar nicht kompliziert, sich zu engagieren – sagt Gabriele Mreisi, Leiterin der Informationsstelle des Vereins. „Das können auch schon ein oder zwei Stunden Nachhilfe in der Woche sein“, sagt sie. Wichtig sei, dass Interesse an einer Tätigkeit bestehe und dass diese in den Alltag eingebettet werden kann.

Wie viele Ehrenamtliche es in Ulm gibt, darüber kann Mreisi keine Aussage treffen. Auch über das Alter der Engagierten könne man nur wenig sagen. Von 18 bis 80 Jahren, vom Student bis zum Rentner, sei alles dabei, sagt Karin Herrguth. Sie ist Teil des Teams der Beratungs- und Vermittlungsstelle. Jährlich fragen hier rund 1000 Interessierte nach Informationen, circa 200 wollen eine ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen. „Es gibt aber auch viele, die über unsere Internetplattform direkten Kontakt zu den Organisationen und Vereinen aufnehmen“, erklärt Gabriele Mreisi. Auch per Telefon und E-Mail wird beraten. Finanziert wird der Verein mittlerweile von der Stadt Ulm.

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Ehrenamtlichen leicht zurückgegangen, so die Einschätzung von Mreisi. Das liege aber vor allem an der großen Bereitschaft zu helfen, als viele Flüchtlinge nach Ulm kamen. „Damals sind wir kaum hinterher gekommen“, sagt Mreisi. Jetzt hätten sich die Zahlen wieder normalisiert. Dass weniger die Hilfe des Vereins aufsuchen, kann aber auch damit zusammenhängen, dass er umziehen musste. Bis vor eineinhalb Jahren war er an der Volkshochschule Ulm angesiedelt, jetzt findet man die Informationsstelle in der Radgasse 8.

Dankeschön zum Gedenktag

Ein bisschen Anerkennung bekommen die Ulmer Ehrenamtlichen beim Verein, der vor acht Jahren gegründet wurde. Zum einen gibt es einen Gutschein im Jahr, beispielsweise für einen Monat kostenlose Fahrten mit Bus und Straßenbahn oder für ein Konzert. Zum anderen gibt es am internationalen Tag des Ehrenamts eine „Dankeschönveranstaltung.“ Ehrenamtliche können zwischen verschiedenen Führungen durch die Stadt oder Museen wählen. Anschließend gib es einen Empfang mit Musik und Essen.

Und zurück bekommt man von der Tätigkeit auch etwas – sagt Mreisi. „Es gibt viele unterschiedliche Aufgaben. Man kann im Kleinen etwas mitgestalten und ist ein Teil der Gesellschaft“, sagt sie. Außerdem sorge das Ehrenamt für Begegnungen mit Menschen, die man sonst nicht kennengelernt hätte.

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