Interview Im Januar kommen die meisten Gäste

Illertissen / Jugendreporter 19.09.2017
Nautilla-Geschäftsführer Harry Behne stellt sich den Fragen der jungen Reporter.

Würden Sie das Nautilla weiterempfehlen?

Harry Behne: Ja. Hier gibt es ein gutes und kompaktes Angebot für Jung und Alt, Einzelpersonen und Familien. Außerdem bieten wir eine breite Anlage, eine 55 Meter lange Rutsche, Kurse zum Schwimmen lernen, Aqua-Fitness-Kurse für Erwachsene und noch vieles mehr.

Was würden Sie hier am Schwimmbad verbessern?

Es ist architektonisch nicht alles perfekt geplant und gebaut wie zum Beispiel die Badgastronomie.

Gab es schon schlimmere Unfälle hier im Nautilla?

Ja. Im April wäre fast ein vierjähriges Kind durch die Unachtsamkeit der Begleitperson ertrunken. Aber man konnte es rechtzeitig reanimieren. Und dann muss man einfach bedenken: Manche kriegen einen Herzinfarkt zu Hause, manche kriegen ihn hier im Bad.

Wie viel Geld fließt jährlich in Reparaturen und Neuerungen?

Jährlich sind es zwischen 300 000 Euro und 400 000 Euro, was wir für Reparaturen und Neuerungen hier am Nautilla ausgeben.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten hier?

Derzeit sind hier über 50 Mitarbeiter beschäftigt.

In welcher Jahreszeit ist das Nautilla am meisten besucht?

Die beste Woche im Jahr ist die erste Januarwoche.

Wie viele Badegäste besuchen das Bad im Jahr?

Pro Jahr besuchen uns ungefähr 300 000 Badegäste.

Wie wird das Wasser während des Betriebes gereinigt?

Das Wasser wird 24 Stunden an 365 Tage pro Jahr gereinigt. Wenn das Wasser über den Rand in den Abfluss läuft, wird es durch verschiedenen Filter mit Kies, Quarzsand und Aktivkohle natürlich gereinigt und wiederaufbereitet. Anschließend kommt es in die Becken zurück. Zusätzlich wird es einmal pro Jahr komplett ausgetauscht. Das Volllaufen des Beckens dauert circa 30 Stunden. Bei den kleineren Becken dauert es ungefähr einen halben Tag. Die Schwimmbecken fassen alle zusammen etwa eine Million Liter.

Gibt es ab und zu Hygieneprobleme?

Leider immer wieder ja, wie in jedem Schwimmbad. Unser letztes Hygieneproblem war vor vier Jahren, als das Duschwasser leicht kontaminiert war. Wir konnten aber mit Hilfe einer neuen Trinkwasserinstallation das Problem lösen, so dass das heute nicht mehr auftritt.

Welche Erfolge konnten Sie in Sachen Energieverbrauch erzielen?

Wir haben den Energieverbrauch um 30 Prozent auf 1,2 Millionen kWh gesenkt. Das verdanken wir der innovativen Gebäudetechnik und Wasseraufbereitung.