Bei eBay Kleinanzeigen hatte eine Tierschützerin gesehen, dass ein Händler vier Welpen der Rasse „Pomeranien“ (Zwergspitz) verkaufen wollte. Zur Hälfte des üblichen Preises. Bei einem Züchter liegt der Preis der beliebten Hunderasse normalerweise bei über 1500 Euro. Um der Sache auf den Grund zu gehen, kontaktierte die Frau den Verkäufer. Das geht aus einem Bericht der Schwäbischen Zeitung hervor.

Polizei Ulm: Verkäufer wird bei der Übergabe überführt

Den Verdacht des illegalen Welpenhandels habe sie gegenüber der Polizei und dem Veterinäramt geäußert. Sie habe sich zur Übergabe der vier Welpen mit dem Verkäufer verabredet. In der Gutenbergstraße in Ulm konnten die Pomerianian-Welpen bei der Übergabe am Sonntag von der Polizei sichergestellt werden, wie die Polizei bestätigt.

Wie die Schwäbische berichtet, ist der Tierschützerin bekannt, dass der Händler die Hunde von Ungarn nach Deutschland eingeführt habe. Erst mit 15 Wochen dürfen Welpen legal eingeführt werden – die von Verkäufer angebotenen Tiere seien aber erst zehn Wochen alt gewesen. Auch eine Genehmigung zum Verkauf habe der Online-Händler nicht gehabt.

Hundejaulen aus der Garage zu hören

Bereits im September gab es im Landkreis Hall einen Fall der illegalen Einfuhr von Hundewelpen. Aus einer verschlossenen Garage in Ilshofen war lautes Hundejaulen zu hören. Die Anwohner verständigten die Polizei. Zwei Zwergdackel-Welpen waren in der Garage in einem kleinen Zwinger gefangen.

Rasse „Pomeranien“ liegt voll im Trend

Der Zwergspitz „Pomeranien“ ist derzeit sehr beliebt. Auf dem Instagram-Kanal „pomeranienworld“ haben die Hunde fast 350.000 Follower. Der illegale Welpenhandel ist daher weit verbreitet – und auch in Deutschland schon lange keine Ausnahme mehr.