Über das Thema Hundespielplatz lässt sich trefflich streiten. Hundefreunde und Hundehasser gehen gegeneinander in Stellung. Und damit nicht genug: Es gibt genügend Hundefreunde, die einen solchen Platz kritisch sehen: Weil er selbst mit 800 Quadratmetern noch zu klein wäre, damit sich rivalisierende Vierbeiner gut aus dem Weg gehen können. Zweitens, weil sie Bedenken wegen der Hygiene haben. Und drittens, weil sie – aus gutem Grund – der Aussage von Annette Weinreich misstrauen, dass spielende Hunde leise sind. Gebell und Gekläffe sind Lebensäußerungen von Hunden, und manchmal neigen die kleinen Exemplare zu lauteren oder nervigeren Lautäußerungen als die großen.

Ulm

Bürgermeister Tim von Winning hat durchaus recht, wenn er sagt, dass es wohl kaum einen Platz geben wird, an dem sich das Projekt konfliktfrei umsetzen lässt. Das wurde schon in der Sitzung klar: Der Söflinger Karl Faßnacht hat bereits Widerstand angekündigt für den Fall, dass statt der Innenstadt ein Areal unter der Blautalbrücke in die engere Wahl komme.

Ganz grundsätzlich ist aber auch festzuhalten: In Zeiten, in denen die Stadt mit ihren Pflichtaufgaben wie die Renovierung von Schulklos hinterherhinkt und viele Kinder und Eltern vertröstet werden, ist die Diskussion um einen Hundespielplatz eine Lachnummer, über die man nur den Kopf schütteln kann.

Das könnte dich auch interessieren:

Herdbruckerstraße in Ulm Sperrung am Marktplatz bleibt vorerst

Ulm