Projekt Humboldt-Gymnasium fördert mit finnischer Schule Technik-Fächer

Das Ulmer Humboldt-Gymnasium und die finnische Kuopio School of Music and Dance arbeiten in einem Erasmus-Projekt zur Förderung technischer Fächer zusammen. Das wurde nun bei einem Besuch der Finnen in Ulm besiegelt.
Das Ulmer Humboldt-Gymnasium und die finnische Kuopio School of Music and Dance arbeiten in einem Erasmus-Projekt zur Förderung technischer Fächer zusammen. Das wurde nun bei einem Besuch der Finnen in Ulm besiegelt. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / MARLA BUDDE 12.12.2014
Mit der Unterstützung von Erasmus Plus beginnt das Humboldt-Gymnasium gemeinsam mit einer finnischen Schule ein zweijähriges Projekt.

Als eine von wenigen Schulen in Deutschland wird das Humboldt-Gymnasium in Ulm von Erasmus Plus bei einem internationalen Projekt gefördert. Nur 20 Prozent aller Anträge werden von dem Bildungsprogramm der Europäischen Kommission angenommen und unterstützt.

Dadurch hat die Ulmer Schule die Möglichkeit, jetzt in ein großes Projekt zu starten. Das Ziel: das Interesse der Schüler an den eher unbeliebten Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) stärken. Gemeinsam mit der finnischen Kuopio High School of Music and Dance widmet sich das Gymnasium fortan dem Thema, seine Schüler mehr für diese Fächer und Studiengänge zu begeistern. Den Startschuss gab diese Woche der Besuch von Schulleiter und Lehrern aus Finnland im Humboldt-Gymnasium.

Zwei Jahre wird die Kooperation unter dem Titel "Erfindergeist früher und heute - Anstoß für Innovation" gehen. Das erste Jahr, das jetzt startet, steht unter dem Thema Fahrzeugbau. Jeweils 14 Schüler zwischen 15 und 16 Jahren in Ulm und Kuopio werden sich in den naturwissenschaftlichen Fächern mit Elektrofahrzeugen beschäftigen und das Ziel verfolgen, selbst eins zu bauen. Parallel wird an beiden Schulen das Musical "Zündfunke" zu der Erfindung des Autos durch Carl Benz eingeübt. Während 14 Ulmer Schüler als Sänger und Instrumentalisten proben, dreht sich in Finnland alles um den Tanz.

Um die Schülergruppen und Proben in den verschiedenen Ländern trotzdem aufeinander abstimmen zu können, halten die Schulen über eine Homepage engen Kontakt zueinander. Die nationale Arbeit endet Mitte April, wenn eine gemeinsame Projektwoche beider Schulen in Ulm startet. Zum Abschluss des ersten Jahres führen beide Schulen hier dann zusammen das Musical auf und tüfteln an Elektrofahrzeugen, die danach ausgestellt werden.

"Das Projekt soll die Schüler anregen, über den Reiz der Naturwissenschaften nachzudenken, und internationale Perspektiven fördern", sagt Henriette Bacher-Martin. Sie übernimmt die Projektkoordination auf Seiten des Humboldt-Gymnasiums. Es solle eine Verbindung zwischen den Ländern ermöglichen und den Schülern die Möglichkeit aufzeigen, im Ausland zu studieren. Auch die jeweils anderen Schulsysteme besser kennenzulernen sei für die Schulen ein wichtiger Aspekt.

Im zweiten Jahr wird das Projekt unter dem Motto Biotechnologie weitergeführt. Auch dann sollen zum Abschluss ein gemeinsames Musical und eine Ausstellung zum Ideenwettbewerb Biotechnologie entstehen - dann jedoch im finnischen Kuopio.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel