Hommage in Schokolade

Ruth Knechts Schoko-Reminiszenz an Ben: "gabs ihnen". Foto: Otfried Käppeler
Ruth Knechts Schoko-Reminiszenz an Ben: "gabs ihnen". Foto: Otfried Käppeler
OTFRIED KÄPPELER 14.12.2013
"Schwarzweiß" ist das Thema der Mitgliederausstellung des Berufsverbands Bildender Künstler im Künstlerhaus im Ochsenhäuser Hof.

Es liegt in der Natur einer Mitgliederausstellung, dass man die Künstler meist kennt. Doch das gestellte Thema hält dann doch einige Überraschungen bereit. Christian Greifendorf wurde 1976 in Ulm geboren und ist ein Künstler, der bislang mit der Kulturfahrschule etwas andere Ausstellungswege ging. Er zeigt im Künstlerhaus drei kleine Kästchen mit noch kleineren collagierten Motiven, etwa historischen Porträts aus einem Chemiebuch, die in ihrer Klarheit frappant, als Ganzes aber doch surreal numinos wirken.

Nicht in Beton gegossene Formverläufe, sondern in schwarzen und weißen Filz geschnittene und lose angeordnete Dreiecke präsentiert Dieter Gassebner und gleich daneben und ebenfalls völlig untypisch für ihn, hängen zwei kleine Objekte von Manfred Ohnesorge, eines mit dem passenden Titel "geordnetes Chaos". Kennt man von Ohnesorge ansonsten aus bunten, aber strengen Elementen gebaute Objekte, hat er diesmal dünne Stäbchen schwarzweiß betupft und zu einem dichten Geflecht zusammengesetzt.

Allein von ihrem künstlerischen Konzept her ist Ruth Knecht immer für eine Überraschung gut. "Es war einmal. . ." besteht aus zwei aus Schokolade gegossenen Tafeln. In die eine ist als Relief Leonardo da Vincis Abendmahl gegossen, auf der anderen steht mit weißem Schoko-Schriftzug alla Ben Vautier "gab"s ihnen". Und dann ist da noch eine neue Arbeit von Lisa Beyer-Jatzlau, die nun mit ihren Collagen auf jeden Schwung verzichtet und geradezu einfachste Rechteckformen collagiert.

Info Die Mitgliederausstellung ist bis 22. Dezember im Künstlerhaus zu sehen: Do/Fr 14-18, Sa/So 11-16 Uhr.