Universität Hohe Ehre für den Ex-Präsidenten

Festakt zum Jahrestag: Uni-Präsident Michael Weber (Mitte) ehrte seinen Vorgänger Karl Joachim Ebeling (links) und den ehemaligen Vorsitzenden des Universitätsrats, Prof. Dieter Kurz.
Festakt zum Jahrestag: Uni-Präsident Michael Weber (Mitte) ehrte seinen Vorgänger Karl Joachim Ebeling (links) und den ehemaligen Vorsitzenden des Universitätsrats, Prof. Dieter Kurz. © Foto: Volkmar Könneke
swp 21.07.2018

Dass die Universität Ulm so dasteht, wie sie dasteht, „ist maßgeblich ein Verdienst von Prof. Karl Joachim Ebeling“. Mit diesen Worten würdigte Uni-Präsident Michael Weber seinen Vorgänger, der die Universität zwei Amtszeiten lang, von 2003 bis 2015, leitete. Für seine Verdienste wurde der 68-jährige Wissenschaftler von Weber beim gestrigen 51. Jahrestag der Uni Ulm mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet.

In seiner Amtszeit habe der Leibniz-Preisträger Ebeling, der zwar seit Herbst 2017 im Ruhestand ist, aber fast täglich an der Uni weilt, die Ulmer Alma Mater zur internationalen Forschungsuniversität ausgebaut – belegt durch Drittmitteleinnahmen von bis zu 100 Millionen Euro jährlich sowie durch hervorragende Platzierungen in Rankings, unter anderem als beste junge Universität unter 50 Jahren Deutschlands. Meilensteine in Ebelings Amtszeit umfassen unter anderem die Förderung der Internationalen Graduiertenschule Molekulare Medizin im Zuge der Exzellenzinitiative sowie neue Sonderforschungsbereiche in der Quantentechnologie, Leukämie- und Traumaforschung sowie in der Mensch-Maschine-Interaktion. Darüber hinaus unterstützte der Physiker, der vor seiner Amtszeit mit Doktoranden das Erfolgsunternehmen ULM Photonics ausgegründet hat und der Leitung der Konzernforschung des Chipherstellers Infineon angehörte, Kooperationen mit der Wirtschaft und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Beispielsweise brachte er das Helmholtz Institut Ulm Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) auf den Weg.

Zudem stieg die Studierendenzahl während seiner Präsidentschaft erstmals über die 10 000er Marke. In die Amtszeit Ebelings, der seit 1989 an der Uni Ulm lehrt und forscht, fällt auch die Einrichtung neuer Studiengänge wie Psychologie, Pharmazeutische Biotechnologie sowie englischsprachiger Angebote. Und um die Internationalisierung der Universität voranzutreiben, knüpfte Ebeling Kontakte zu strategischen Partnern – so in Russland, China und Ägypten, allen voran zur German University in Cairo (GUC), bei deren Gründung die Uni Ulm Pate stand. „Lieber Joachim“, sagte Präsident Weber, „die Universität Ulm ist Dir zu großem Dank verpflichtet.“

Strategische Weitsicht

An vielen strategischen Entscheidungen der Uni war auch Prof. Dieter Kurz beteiligt: Von 2003 bis 2017 gehörte der Physiker dem Universitätsrat an und ab 2014 amtierte er als Vorsitzender dieses Aufsichtsgremiums. Dabei prägte der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG die Struktur- und Entwicklungsplanung der Universität: „Durch seine strategische Weitsicht und sein unternehmerisches Denken verstand er es in einzigartiger Weise, die Positionierung der Universität Ulm im nationalen und internationalen Wettbewerb zu stärken“, heißt es im Urkundentext über Kurz, der die Ehrensenatorwürde erhielt.

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