Die vh ist bereit, die Trägerschaft der Kontaktstelle Frau und Beruf von der IHK zu übernehmen. „Wir haben unser Interesse gegenüber dem Wirtschaftsministerium bekundet“, sagte vh-
Leiterin Dagmar Engels am Rande des SPD-Amtsleiterempfangs. Engels hält das Angebot, das sich an Frauen nach der Familienphase und an Unternehmen richtet, für wichtig. Deshalb habe sie sich über die Anträge von CDU und Grünen gefreut, die sich ebenfalls für den Erhalt der Beratungsstelle stark machen (wir berichteten). Auch in Reutlingen wird die Kontaktstelle von der vh getragen.

Die vh Ulm möchte die Trägerschaft zusammen mit der vh Laupheim übernehmen und die Beratung in Richtung Biberach ausbauen. Die Leiterin der Laupheimer vh werde Ende Januar an einem Gespräch im Ministerium teilnehmen, wo über die Zukunft der Kontaktstelle beraten wird. Sie wird zu nahezu zwei Dritteln vom Land bezahlt, das ein großes Interesse daran hat, das Angebot nach dem Ausstieg der IHK fortzuführen. Der Verband will nach fast zehn Jahren die Trägerschaft zum Sommer aufgeben.

Die beiden Volkshochschulen wollen einen Fokus auf den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen mit Migrationshintergrund legen. Sie hätten meist die größeren Schwierigkeiten, beruflich Fuß zu fassen, sagte Engels, die auch SPD-Stadträtin ist. Die vh wolle ohnehin ihre Angebote für Frauen mit internationalen Wurzeln, auch für hochqualifizierte, ausbauen. Platz für die Kontaktstelle sei in den kürzlich angemieteten Räumen vorhanden. Um den Eigenanteil der vh an der Finanzierung aufzubringen, hofft Engels auf Unterstützung der Stadt. Zuerst müsse die vh aber vom Ministerium den Zuschlag erhalten.