Heiraten in Ulm Fußball verbindet: Hochzeit von Teresa und Michael

Ulm / swp 10.10.2018
Stürmerin liebt Stürmer: Teresa und Michael Zwirner lernten sich beim Fußballspielen kennen.

Unsere Kennenlern-Geschichte

Eigentlich kennen Michael und ich uns bereits seit vielen Jahren. Er - der Stürmer der SV Mosbach Herrenmannschaft mit der Nummer 11, ich die Stürmerin der SV Mosbach Damenmannschaft mit der Nummer 11. Doch da ich bis Ende Mai 2013 noch in festen Händen war, hat sich Michael gentlemenlike zurückgehalten. Nach der Trennung jedoch fackelte er nicht lange und forderte mich bei einer Tischtennisrunde im Gymnastikraum des Sportvereins zu einem Duell heraus. Wie letztlich in der Beziehung verlief das Match ausgeglichen (auch, wenn er gerne behauptet, etwas besser im Tischtennis zu sein) und so folgten weitere Trainingseinheiten, aufgrund Michaels anfänglicher Schüchternheit und meiner Trennungs-Verdauungsphase ohne weitere Annäherungen. Dann stand das alljährliche Feuerwehrfest des kleinen Dorfes vor der Tür und nach einigen Getränkerunden kam es, wie es kommen musste: Ich kam auf die glorreiche Idee, mich tarzanlike an einem an der Decke befestigten Seil umher zu schwingen. Die Freude währte nicht lange, denn schon einen Moment später landete ich samt Seil auf dem harten Boden. Während die anderen Feierwilligen herzhaft lachten oder nur den Kopf schüttelten, war Michael zur Stelle um mir aufzuhelfen und nach Blessuren zu fragen. Das war der erste Sympathiepunkt. Gegen fünf Uhr am Morgen endete die ausgelassene Feier allmählich und zwei Freundinnen und ich machten uns zusammen mit Michael und einem seiner Freunde auf den Weg zum Wirtshaus nebenan, in dem gerade die letzten Züge einer Hochzeit stattfanden. Dort aßen wir uns durch die Reste des Buffets, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Während normalerweise hier der Moment des Abschieds gewesen wäre, da Michael mit seinem Fahrrad in die andere Richtung fahren müsste, entschied er sich, die 1.5 Kilometer, die wir zu dem Haus einer Freundin brauchten, mitzukommen. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, denn nicht nur bei der Flussbestattung eines leider verstorbenen Igels, überzeugte er durch seinen Humor und seinen Charme, sondern letztendlich auch mich. Seitdem sind einige Jahre vergangen, zahlreiche gemeinsame Reisen bewältigt und die Frage der Frage nach 3,5 Jahren Beziehung letztendlich gestellt worden.

Dieser Text wurde der SÜDWEST PRESSE von Teresa und Michael Zwirner zugeschickt.

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