Heiraten in Ulm Antrag mit sechs Anläufen: Hochzeit von Susi und Emil

Sechs Mal hat Emil seinen geplanten Heiratsantrag verschoben. Als der Moment dann gekommen war, hatte er den Ring nicht dabei. Schließlich hat Susi die Sache selbst in die Hand genommen und ihn regelrecht aufgefordert, ihr die Frage aller Fragen zu stellen. Hat geklappt! Susi und Emil heirateten im Kulturgewächshaus Birkenried  in Gundelfingen.
Sechs Mal hat Emil seinen geplanten Heiratsantrag verschoben. Als der Moment dann gekommen war, hatte er den Ring nicht dabei. Schließlich hat Susi die Sache selbst in die Hand genommen und ihn regelrecht aufgefordert, ihr die Frage aller Fragen zu stellen. Hat geklappt! Susi und Emil heirateten im Kulturgewächshaus Birkenried in Gundelfingen. © Foto: PixelRocka
Ulm / swp 12.10.2018
Emil plante immer wieder, seiner Frau Susi einen Heiratsantrag zu machen, hat sich aber nie getraut.

Unsere Kennenlern-Geschichte

Wir sind seit 2004 ein Paar und haben einen wundervollen siebenjährigen Sohn und uns diese Jahr entschlossen, jetzt könnte man endlich heiraten, um alles komplett zu machen :-) Aber was das lustigste an unserer Geschichte ist, kommt nun detailliert:

Angefangen hat es mit dem dritten Maibaum setzten (Tradition Bayern: drei Maibäume stellen, dann muss ein Antrag folgen.) Dann habe ich im Sommer 2014 beim Putzen den Ring verpackt hinter der Mikrowelle gefunden ... dieser ging dann im Handschuhfach (tolles Versteck) mit auf Reisen in die Berge zum Familientreffen (Antrag NICHT stattgefunden) dafür verweilte der Ring weitere zwei Wochen lang im Handschuhfach im Auto.

Nächster Versuch: Familienurlaub Ägypten 2015 hier wanderte der Ring in den Spielzeugkoffer unseres Sohnes Maximilian (nein ich bin nicht seinen Mama und werde Ihm Spielzeug aus seinem Koffer holen). Zehn Tage Urlaub wunderschön (Antrag NICHT stattgefunden).

Nächster Versuch: Ausflug an den Bodensee: Ringversteck sein Geldbeutel, er hat mir seinen Geldbeutel gegeben zum Bezahlen, ich habe so getan als hätte ich den Ring nicht gesehen (Antrag NICHT stattgefunden).

Weiter ging es wieder ebenfalls bei dem Versuch Familienurlaub Ägypten 2016: Ringversteck „sehr gut“ da ich ihn diesmal nicht per Zufall irgendwo gefunden habe und im nach hinein erfahren habe, dass er ihn in diesem Urlaub auch dabei hatte (Antrag NICHT stattgefunden).

Nächster Versuch: Ausflug Legoland Feuerwerk 2016: Ringversteck sein Geldbeutel (Antrag NICHT stattgefunden). Dann unser Traumurlaub in unserem Traumland Thailand: Ringversteck in seinem Koffer (nach fast 14 Jahren räumt eine Frau nicht den Koffer ihrer Familie aus und räumt alles in den Schrank im Hotel NEIN). Also Koffer wieder eingeräumt und ihm mitgeteilt, er darf seine Sachen selber einräumen, erster Versuch in diesem Urlaub war beim Sonnenuntergang am weißen Marmor Buddha mit seinen Worten wie er danach erzählte „es war der PERFEKTE Moment so ein Traum von einem Sonnenuntergang und ich fasse in meine Tasche und habe den Ring im Hotel vergessen.“ Mein Mann live (Antrag NICHT stattgefunden)

Zweiter Versuch schon geplant von ihm zwei Tage vor Heimflug, aber meine beiden Männer werden krank: Sonnenstich. Ich habe mir am Anfang von unserem Traumurlaub das Ziel gesetzt „Ich werde nicht heim fliegen ohne das ich den Ring an meinem Finger habe und wenn ich den Ring ihm selber schenke.“

Selbst ist die Frau

Ziel gesetzt – Ziel in Angriff genommen. Am vorletzten Tag vom Urlaub hatte mein Mann Geburtstag ... Geschenk von mir schon geplant, ein Geldbeutel ... aber nicht geplanten mit Inhalt „der Ring“. Wir sind zu dritt an einem schönen Koi Flusslauf. Er hat sich auf eine Bank gesetzt. Ich bin auf die Knie und habe ihm das Geschenk überreicht:

Er: „Das muss doch nicht sein, Du brauchst mir nichts schenken.“

Er öffnet es. „Danke für den schönen Geldbeutel“ bevor er den Geldbeutel geöffnet hat.

Ich: „Ich möchte Dir nur zu dem Inhalt sagen, das ich mir geschworen habe, ohne diese Sache fliege ich nicht heim.“

Er öffnet es und sagt „Ich habe es mir schon gedacht, dass Du was weißt. So war das doch nicht geplant.“

Ich: „Alles gut Hase, was normales hätte ja auch nicht zu uns gepasst, aber die wichtige Frage darfst Du noch selber stellen.“

Unser Sohn „Oh Papa, den haben wir doch mal zusammen gekauft.“

So, ich hoffe ihr seid jetzt bei der Geschichte nicht eingeschlafen, aber sechs Versuche einen Antrag zu starten ergeben leider einen Roman :-). Das ist die besondere Geschichte, die uns ausmacht. Das Schöne ist, dass es nach so langer Zeit immer noch liebevoll und gefühlvoll ist und hoffentlich nie aufhört :-).

Dieser Text wurde der SÜDWEST PRESSE von Susi Köböl-Höll und Emil Höll zugeschickt.

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