Ulm Hochschule Ulm erhält weitere Vorlesungs- und Seminarräume

Soll bis zum Wintersemester 2013/14 fertiggestellt sein: der Anbau an das Hochschulgebäude in der Einstein-Allee. Sechs Vorlesungs- und Seminarräume sowie Verwaltungs -und Professorenbüros werden entstehen. Foto: Volkmar Könneke
Soll bis zum Wintersemester 2013/14 fertiggestellt sein: der Anbau an das Hochschulgebäude in der Einstein-Allee. Sechs Vorlesungs- und Seminarräume sowie Verwaltungs -und Professorenbüros werden entstehen. Foto: Volkmar Könneke
Ulm / RUDI KÜBLER 21.11.2012
Die Bodenplatte ist drin, die ersten Wände werden hochgezogen - zum kommenden Wintersemester wird der Anbau an das Hochschulgebäude am Oberen Eselsberg bezugsfertig sein. Kosten: 2,5 Millionen Euro.

Die bauliche Kapazität ist schon lange erschöpft, die Zahl der Studenten wächst dennoch ständig weiter und hat mittlerweile, aktueller Stand November, die Rekordmarke von rund 4000 erreicht. Was tun? Zunächst habe die Leitung der Hochschule Ulm daran gedacht, Räume auf dem Oberen Eselsberg anzumieten, sagt Kanzler Herbert Jarosch. Nach Gesprächen mit Vermietern, unter anderem der Projektentwicklungsgesellschaft (PEG), habe die Hochschule allerdings die Option verworfen. "Wir hätten die Objekte umbauen müssen, vor diesem Hintergrund haben wir uns entschlossen, selber zu bauen."

Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium zeigte sich einverstanden, widmete die Mittel um, die für Einmietungen im Rahmen des Ausbauprogramms 2012 gedacht waren, und gab grünes Licht für einen kleinen Anbau an das Hochschulgebäude, das Ende der 90er Jahre auf dem Oberen Eselsberg bezogen wurde. "Eine gute Entscheidung", lobt Jarosch.

Der Kostenrahmen für den Anbau ist gedeckelt, 2,5 Millionen Euro sind veranschlagt, teurer dürfen die drei Geschosse plus Keller nicht werden. Darauf wird das Ulmer Amt für Vermögen und Bau achten, das die Federführung hat. 1000 Quadratmeter Fläche werden entstehen: sechs Vorlesungs- oder Seminarräume sowie je drei Büros für Verwaltung und für Professoren.

Wie Jarosch berichtet, hatte das Ausbauprogramm 2012 nur die Finanzierung zusätzlicher Studienplätze beinhaltet - nicht aber die dafür benötigten Flächen. So wurden sukzessive seit 2007 an der Hochschule Ulm fast 300 Anfängerplätze aufgebaut, mit dem Ergebnis, dass es hinten und vorne an Räumlichkeiten klemmte. Früher endete der Vorlesungsbetrieb freitags um 15 Uhr, sagt Jarosch; heute finden durchgehend von 8 bis 21 Uhr Vorlesungen und Seminare statt, sogar am Samstag müssen die Studenten teilweise an der Hochschule sein.

Die räumlich Enge wird bis zum kommenden Wintersemester anhalten, dann soll der Anbau fertig sein. Eine andere Baustelle wird der Hochschule freilich erhalten bleiben: der dringend sanierungsbedürftige Standort Böfingen. "Wir arbeiten politisch daran", sagt der Kanzler, der darauf hofft, dass die Mittel für einen Neubau auf dem Oberen Eselsberg so früh wie möglich im Landeshaushalt auftauchen. Denn etwas anderes als einen Neubau kann sich die Leitung der Hochschule nicht vorstellen - angesichts der maroden baulichen Substanz des Standorts in der Eberhard-Finckh-Straße. "Eine Sanierung würde sich auf mindestens 10 Millionen Euro belaufen, Geld, das man besser in einen Neubau investiert. Aber das muss die Politik entscheiden."

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