Ulm/Nersingen Hinter den Kulissen von Ulms größtem Kino

Hans-Otto Leibing (von rechts) zeigte Kristin Gebauer, Christian, Stephan und Lukas Wall, Michaela Loulis und Marco Nebel das Kino. Foto: Lars Schwerdtfeger
Hans-Otto Leibing (von rechts) zeigte Kristin Gebauer, Christian, Stephan und Lukas Wall, Michaela Loulis und Marco Nebel das Kino. Foto: Lars Schwerdtfeger
HAB 10.08.2012
Surren eigentlich im Kino immer noch große Filmrollen über Spulen? Und wo kommen diese riesigen Mengen Popcorn her? Eine Führung gab Aufschluss.

Viele finden ja, Kino sei was für graue Regentage im Herbst. Wer setzt sich schon im Hochsommer in der Mittagshitze mit vielen anderen Leuten in einen dunklen Raum ohne Fenster, statt am Baggersee oder im Freibad die Sonne zu genießen?

Ganz einfach: Jemand, der schonmal eine Kinoführung bei Hans-Otto Leibing mitgemacht hat und weiß, dass es in modernen Kinos immer schön kühl sein muss. Jemand, wie der 13-jährige Lukas Wall aus Nersingen und seine Brüder und Freunde. Lukas ist der Gewinner des Juli-Rätsels von "Wir lesen". Der Achtklässler, der auf die Friedrich von Bodelschwingh-Schule in Böfingen geht, hat dabei so knifflige Fragen beantwortet, wie: "Um was geht es im Streit zwischen Apple und Samsung?" oder "Womit machen manche Städte bei Einäscherungen Geld?" So bewies er, dass er sich in der Montagsausgabe der SÜDWEST PRESSE ziemlich gut auskannte.

Unter allen Teilnehmern mit dem richtigen Lösungswort "DETAIL" wurde schließlich Lukas ausgelost. Am vergangenen Freitag holte er sich den Hauptgewinn ab. Zusammen mit seinen großen Brüdern Stephan und Christian und seinen Freunden Marco Nebel und Michaela Loulis traf er sich nachmittags im Kino Xinedome in Ulm mit Kristin Gebauer von der Sparkasse Ulm, die den Preis gestiftet hat, und dem Xinedome-Betriebsleiter Hans-Otto Leibing.

Denn niemand kennt sich so gut im Kino aus, wie er. Leibing führte die Gruppe direkt ins Herz des Hauses, in den Vorführraum für den größten Saal mit über 400 Plätzen. Die Jugendlichen waren eine der ersten Gruppen, die dort die neue Technik sahen - denn erst seit zwei Monaten laufen alle Filme digital.

Das heißt: Keine Filmrollen und kein Projektor mehr. Stattdessen eine Festplatte, für die es immer kühler als 25 Grad sein sollte, und ein Beamer. "Wie daheim, nur 20-mal so groß", sagte der Kino-Chef. Danach ließen sich Lukas und seine Freunde noch das Soundsystem im großen Saal erklären und besichtigten die Popcorn-Maschine, die in einem eigenen, wunderbar duftenden Raum steht. Dann ließen sich die Fünf in die Sessel fallen und schauten zur Feier des heißen Tages: "Ice Age, Teil 4".