Ulm / Von Elvira Lauscher  Uhr

Der neue Raum in der Donaubastion soll nicht nur für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden, er soll dem Team von Heyoka auch eine Art Zuhause bieten. Er ist gemütlich geworden, mit Stühlen, Sofas und Sessel in Blickrichtung auf die drei nicht verdunkelten, großen Fenster, sowie linksseitig einer kleinen Bar mit Ausschank. Salon-Ambiente.

Vor der Bar die vier Musiker, die regelmäßig bei den Heyoka-Produktionen mit dabei sind und auch den „wuschelsamsigen Liederabend“ rund um Wünsche unterstützen. Da darf eine Wunschmaschine natürlich nicht fehlen! Selbstgebaut von Hans Poll aus einem Wohnzimmerschrank und mit allerlei kreativen Rädchen, Schaltern, Klingeln, einer geblümten Wunschzetteleinwurf-Schublade versehen und einer Kaffeemühle als Kurbel zur Aktivierung des Generators.

Tröstende Worte

Heraus kommen aus der Ausgabe-Schublade Wunsch-Verstärkungsbriefchen oder auch tröstende Worte. Ungewünscht, aber erfrischend lustig und unverbraucht purzeln Finja (9 Jahre) als Sams und Greta Ellerkamp (13) als elfenhafte Fee auf die Bühne und sind mit Hugo (9) die junge Generation des Ensembles. Mit dabei Thomas Greulich als Barkeeper, Tine Kiefl als Frau Fillie, Johann Lautenschläger als Security-Mann, Elisabeth Lerman als Bedienung Sascha und Georg Metzenrat als strickender Opa Colinde. „Stricken erlaubt mir, immer wieder den Faden aufzunehmen.“

Alle Darsteller spielen sich singend und nach Texten von Regisseurin Eva Ellerkamp durch das Programm. Immer wieder moderiert von Professor Hugo, der Fee oder durch lustige und manchmal auch tiefsinnige Reime des natürlich mit blauen Wunschpunkten versehenen Sams: „Sind die Wünsche wichtig, so sind sie auch richtig.“ Oder: „Ein guter Hirte hört selbst im Schlafe jedes seiner Schafe.“

Denn auch darum geht es in der Art Revue „Für die Sterne“. Soll man sich überhaupt etwas wünschen oder soll man einer höheren Macht vertrauen? „Wenn du nichts sagen kannst, kannst du immer noch singen“, sagt die Fee. Tatsächlich ist der Gesang nicht nur durch die hervorragenden Musiker, die klanglich den Abend bereichern, wichtig.

Die Lieder sind auch Botschaft und teilweise von den Vortragenden selbst ausgesucht „Ich singe, um lebendig zu sein“, sagt der Security-Mann und singt „You Can See The Love Tonight“ aus „König der Löwen“.

Briefe an sich selbst

Wer all das nicht kann, kann Briefe schreiben. Richtige Briefe, weil diese mehr Zeit und Aufmerksamkeit erfordern als eine digitale Nachricht. So erhalten alle Besucher einen frankierten Briefumschlag und eine Wunschmaschinenkarte, um sich selbst zu schreiben, etwa, was man toll an sich findet. Mit einem gemeinsamen „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ endet das Programm.

Karten wieder im Mai

Beim integrativen Heyoka-Theater stehen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen auf der Bühne. Karten für die Revue „Für die Sterne“ gibt es wieder am 4. und 5. Mai. Der Vorverkauf für diese beiden Vorstellungen hat bereits begonnen.

Tickets gibt es beim Roxy-Ticketservice, an allen Reservix-Verkaufsstellen oder online im Internet unter www.reservix.de