Der Betrag entspreche der Hälfte des von der Deutschen Bahn ermittelten Investitionsumfangs. Erfahrungsgemäß seien die zuwendungsfähigen Kosten - nur diese würden von Land und Bund finanziert - einige Millionen niedriger. Damit sei in den 112,5 Millionen "ein gewisser Puffer für etwaige Kostensteigerungen enthalten", folgert Hermann und betont: "Eine darüber hinausgehende Kostenbeteiligung des Landes ist nicht möglich." Er hoffe, dass dieses Angebot nun zur Einigung zwischen Bund und Land und zur Vereinbarung einer Projekt-Finanzierung führen werde. Am Sonntag hatte ein Sprecher Hermanns betont, das Land stehe ohne Wenn und Aber zur Elektrifizierung der Südbahn. Jedoch habe der Bund die notwendige Finanzierungsvereinbarung verzögert. Damit reagierte das Ministerium auf die Kritik von CDU-Bundestagsabgeordneten, das Land sei mit einer Finanzierungszusage im Verzug. Obwohl die Südbahn-Elektrifizierung eine "hundertprozentige Aufgabe des Bundes" sei, habe die grün-rote Landesregierung die Übernahme der Hälfte der Baukosten fest im Haushalt eingeplant. Nun müsse der Bund "nach langem Abwarten endlich bereit sein, eine Finanzierungsvereinbarung zu unterschreiben".

Vom Verkehrsministerium in Berlin war am Montag keine Stellungnahme zu erhalten. Die Anfrage unserer Zeitung, ob es einen Vorschlag für einen Unterzeichnungstermin gebe, blieb unbeantwortet.