Die Herdbruckerstraße in der Ulmer Innenstadt ist gesperrt. Und bleibt es auch. Zumindest bis Februar 2020. Mit einer ersten Bilanz war frühestens nach einem halben Jahr zu rechnen. Jetzt teilt die Stadtverwaltung mit, dass die Auswertung voraussichtlich im Frühjahr vorliege und dann entschieden werden könne, wie es mit der Durchfahrt vom Marktplatz zur Herdbruckerstraße weitergehe.

Darum bleibt die Sperrung der Herdbruckerstraße bestehen

Aufgrund der Arbeitsauslastung der Verkehrsabteilung wie auch des beteiligten Ingenieursbüros kann die Evaluation nicht eher abgeschlossen werden. Vorerst bleibt die aktuelle Verkehrsregelung mit Sperrung also bestehen. Sobald die Ergebnisse vorliegen, soll eine endgültige Entscheidung über die künftige Verkehrsführung getroffen werden.

Sperrung der Herdbruckerstraße auf Initiative der Anwohner

Auslöser für den Verkehrsversuch war eine Unterschriftenaktion, die Anwohner der Herdbruckerstraße und des Marktplatzes im Jahr 2017 initiiert hatten. Sie wiesen auf die hohe Verkehrsbelastung in der Herdbruckerstraße hin: Der Durchgangsverkehr passiere mit hohen Geschwindigkeiten die bisher schon als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesene Straße und den Marktplatz. Die Interessengemeinschaft forderte daher verkehrsberuhigende Maßnahmen. Eine von der Stadt durchgeführte Verkehrszählung bestätigte die Argumente der Anwohner. Der Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt beschloss daraufhin im November 2018 den Verkehrsversuch.

Weniger Lärm und Durchgangsverkehr durch Sperrung

Die Sperrung soll verhindern, dass Autofahrer die nach Neu-Ulm wollen, aufgrund von Stau die Kreuzung Neue Straße/Donaustraße über die Herdbruckerstraße in Richtung Neu-Ulm umfahren. Damit sollen der Durchgangsverkehr und die Lärmbelastung reduziert und die Aufenthaltsqualität im Bereich des Marktplatzes insgesamt erhöht werden.

Weitere Problempunkte werden untersucht

Der Verkehrsversuch wird durch Verkehrszählungen an fünf verschiedenen Knotenpunkten sowie durch eine Befragung der Anwohner und Gewerbetreibenden erhoben werden. Dabei soll ebenfalls die fehlende Linksabbiege-Möglichkeit von der Neuen Straße in die Donaustraße, die von der Bürgerschaft häufig als Problematik angesprochen wird, untersucht werden.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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