Sein Lebenswerk ist das von ihm auf mathematischer Basis entwickelte Computerprogramm zur Berechnung des bedingungslosen Grundeinkommens, das sogenannte Ulmer Transfergrenzenmodell. Das erklärte Helmut Pelzer noch im Frühjahr diesen Jahres anlässlich seines 90. Geburtstages. Jetzt ist der Professor der Pharmakologie gestorben. Mit seinem Modell hoffte er, „das Problem der armen Leuten lösen zu können“. Pelzer, 1927 in Bischofteinitz im Böhmerwald im heutigen Tschechien geboren, kam 1963 nach Stationen in Düsseldorf, Tübingen und Freiburg an die Universität Ulm. Dort begann der promovierte Biochemiker an der Medizinischen Fakultät seine Habilitation, die er 1975 abschloss.

Pelzer war noch bis vor zehn Jahren in der Initiative Grundeinkommen Ulm aktiv. Der Vater von vier Kindern lebte bis zuletzt mit seiner zweiten Ehefrau am Tannenhof in Wiblingen.